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Das Bauhaus 1919-1933 - Kleingruppenkurs (19H-3701K)

Sa. 09.11.2019 10:00 - 16:45 Uhr in Kierspe
Dozentin: Ulrike Weidmann

Kunstseminar

Während der revolutionären Nachkriegs-Turbulenzen gelang es einer kulturrevolutionären Künstlergruppe um Walter Gropius, in Weimar eine Reform-Kunsthochschule mit visionärer Konzeption zu gründen. Mit ihrer universalen Gestaltungslehre belebte sie die Idee des Gesamtkunstwerkes neu, das alle gestalterischen Belange des täglichen Lebens erfasste. Gemeinsam sollten die „schönen Künste“: Malerei, Grafik, Bildhauerei, Architektur, die „Gebrauchskünste“: Design, Grafikdesign, Industriedesign, Typografie, die „darstellenden Künste“: Tanz und Bühnengestaltung vereint arbeiten. Kunst, Handwerk und Industrie sollten vereint eine gestalterische Zukunft bilden. In diesen ganzheitlichen Ansatz waren auch die Studierenden mit einbezogen. Zur Entfesselung und Stärkung der gestalterischen Impulse wurden nicht nur avantgardistische Lehrmethoden angewandt, sondern auch Tanz, Gymnastik und Stimmbildung gepflegt. Das Ergebnis war eine enorm erfolgreiche Kunsthochschule mit internationalem Ansehen, deren Erzeugnisse heute noch beispielhaft für Architektur und Design sind.
In diesem Seminar wird die wechselvolle Geschichte der Kunsthochschule, Aufbau und Lehre des Studiums und die nachhaltigen gestalterischen Erzeugnisse mit folgenden Schwerpunkten vorgestellt und analysiert:
Die Lehre und die lehrenden Künstler: u a. Johannes Itten, Lyonel Feiniger, Gerhard Marcks, Georg Muche, Paul Klee, Oskar Schlemmer, Wassili Kandinsky, Josef Albers.
Die Werkstätten und die avantgardistischen Ergebnisse: u a. Marcel Breuer, Mies van der Rohe, Theo van Doesburg, Wilhelm Wagenfeld, Gunta Stölzl, Marianne Brandt, Anni Albers.
Die neu geschaffene Gestaltungsklasse: Reklame und Grafikdesign: u a. Oskar Schlemmer, Lothar Schreyer, Herbert Bayer, László Moholy-Nagy, Joost Schmidt.



Kleingruppenkurs mit mindestens 5, maximal 7 Teilnehmenden

Else Lasker-Schüler - "Prinz Jussuf von Theben" und die Avantgarde (19H-3702)

So. 17.11.2019 12:15 - 14:30 Uhr in Überörtlich
Dozentin: Marion Görnig

Ausstellungsbesuch mit Führung
im Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal

Im Rahmen des Programms der Stadt Wuppertal "Meinwärts. 150 Jahre Else Lasker-Schüler" widmet das Von-der-Heydt-Museum der großen Dichterin und Künstlerin Else Lasker-Schüler (1869-1945) eine Ausstellung, die ihr Werk im Kontext der Avantgarde der Zeit präsentiert. Neben ihrer großartigen Dichtung brachte Else Lasker-Schüler ein ebenso faszinierendes bildnerisches Oeuvre hervor, in dem sie ihrer jüdisch-orientalisch inspirierten Phantasie vor allem mit zeichnerischen Mitteln poetischen Ausdruck verlieh. In ihrer Dichtkunst wie auch in ihrer Bildkunst kreierte sie eine "andere" Welt, in der sie selbst in imaginären Rollen – als Tino von Bagdad und als Jussuf, Prinz von Theben – auftrat.

Die Ausstellung folgt dem Lebensweg der Künstlerin von (Wuppertal-) Elberfeld über Berlin und die Schweiz, wohin sie vor den Nazis flüchtete, bis nach Palästina. Sie geht den künstlerischen Verbindungen nach, die Else Lasker-Schülers Werdegang begleiteten. Dazu gehörten Künstler wie Oskar Kokoschka, Franz Marc, August Macke, Paul Klee, Heinrich Campendonk, George Grosz, Otto Dix und Jankel Adler, der Kunsthändler Alfred Flechtheim, der Verleger Paul Cassirer sowie Schriftsteller und Dichter wie Gottfried Benn, Theodor Däubler und Paul Zech. Dieses Netzwerk bildet einen Rahmen, innerhalb dessen die Schau Lasker-Schülers Lebensweg, ihr dichterisches und ihr künstlerisches Werk mit Fotos, Zitaten und einer Auswahl von Werken illustriert und dokumentiert. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Ausstellung Else Lasker-Schülers Zeichenkunst: Im Mittelpunkt steht eine Auswahl ihrer farbigen Zeichnungen, die Einblick in ihre einzigartige und märchenhafte Vorstellungs- und Bildwelt geben. Mit der Untersuchung der Frage, was sie in ihrem innersten Wesen mit Kunst und Künstlern ihrer Zeit verband, will die Ausstellung einen umfassenden Zugang zu ihrer eigenwilligen Persönlichkeit ermöglichen.