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Letzte Rettung fürs Klima? (19H-1103)

Mi. 11.12.2019 19:00 - 21:15 Uhr in Halver
Dozent: Klaus Brunsmeier

Hinter den Kulissen des Weltklimagipfels

Live-Stream mit anschließender Diskussion vor Ort
In Kooperation mit dem Heesfelder Mühle e.V. und dem BUND. Kreisgruppe MK

Vom 2. bis zum 13. Dezember findet die nächste Weltklimakonferenz (COP) in der chilenischen Hauptstadt Santiago statt. Ziel der Konferenz ist es, den Klimaschutz weltweit voranzutreiben und ärmeren Ländern Unterstützung bei der Anpassung an die Erderwärmung und im Kampf gegen den Klimawandel zu bieten.

Ende 2015 hat sich in Paris die Weltgemeinschaft geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter 2°C - möglichst 1,5°C - zu begrenzen. Dazu müssen alle Länder ambitionierte Schritte unternehmen. Es klafft jedoch eine Lücke zwischen den Klimazielen der Länder und den tatsächlich notwendigen Maßnahmen – die sogenannte "Minderungslücke". Das bedeutet: selbst wenn die Vertragsländer alle geplanten Klimaschutzmaßnahmen umsetzen, würde dies nicht ausreichen, um den Temperaturanstieg auf zwei – und schon gar nicht auf 1,5 Grad – zu begrenzen. Die Ziele der Pariser Klimakonferenz von 2015 wären damit verfehlt. Wie geht es weiter? Welche Ziele werden mit der Klimakonferenz in Chile verfolgt?

Im Rahmen der Veranstaltung berichten die Referent*innen über die Ziele und aktuellen Ergebnisse der Klimakonferenz in Chile und informieren über die nächsten Schritte. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem WWF. Im Anschluss an den Live-Stream-Vortrag laden wir zu einer Diskussion zum Thema ein, die von Klaus Brunsmeier (Heesfelder Mühle e.V.) und Christoph Wippermann (BUND, Kreisgruppe MK) moderiert wird.

Referent*innen:

Dr. Renate Treffeisen, Leiterin des "Klimabüros für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg" und Klimawissenschaftlerin am Alfred-Wegener-Institut

Renate Treffeisen ist Umweltingenieurin und arbeitet am Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Sie die Leiterin des Klimabüros für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Sie ist für den Wissenstransfer im Forschungsverbundes REKLIM (regionale Klimaanpassung) verantwortlich.

Dr. Klaus Grosfeld, Geschäftsführer des REKLIM – Helmholtz-Verbund regionale Klimaänderungen

Klaus Grosfeld studierte Geophysik an der Universität Münster, wo er auch im Bereich der Glazialgeophysik promovierte. Schwerpunkt seiner Arbeiten ist das Eis im Klimasystem und spezielle die Rolle der Schelfeise. In verschiedenen Forschungsprojekten erweiterte er sein Wissen auf den Bereich gekoppelte Erdsystemmodellierung. Seit 2007 ist er am Alfred-Wegener-Institut (AWI) im Fachbereich Klimawissenschaften angestellt und leitet dort seit 2010 als Geschäftsführer den Helmholtz Forschungsverbund "Regionale Klimaänderungen" (REKLIM). Seit 2016 ist er Sprecher im Forschungsprogramm des AWI für den Bereich "Transfer zwischen Forschung und Gesellschaft".

Faire Finanzen - Nachhaltige Geldanlagen für den globalen Süden (19H-1104)

Mi. 25.09.2019 19:00 - 20:30 Uhr in Kierspe
Dozentin: Ulrike Lohr

Vortrag

Projekte im Rahmen erneuerbarer Energien und kleinbäuerlicher Landwirtschaft.


In Zeiten von Klimawandel und wachsenden globalen Ungleichheiten fragen sich immer mehr Menschen, wie sie zu einer anderen, positiven Entwicklung beitragen können. Eine Antwort (unter vielen): Sie investieren ihre Rücklagen dort, wo das Geld positiv wirkt: in sozial und ökologisch nachhaltigen Genossenschaften und Unternehmen in Ländern des Globalen Südens. Ulrike Lohr von Oikocredit Westdeutscher Förderkreis e.V. berichtet über die Arbeit der Finanzgenossenschaft Oikocredit, Pionierin im sozialen Impact Investment. Sie stellt außerdem einige ihrer Partnerorganisationen vor, darunter Inyenyeri, das in Ruanda saubere Kochöfen anbietet und den Kleinbauernverband Fapecafes, die in den ecuadorianischen Anden im Tal der 100-Jährigen biofairen Kaffee produzieren.

Ulrike Lohr ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei Oikocredit Westdeutscher Förderkreis. Sie beschäftigt sich beruflich seit vielen Jahren mit nachhaltigem Bankwesen, zuletzt als Analystin für nachhaltige Geldanlagen.