Programm >> Vorträge und Lesungen
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Kierspe und die Eisenbahn... (18H-1001)

Mi. 26.09.2018 19:00 - 20:30 Uhr in Kierspe
Dozent: Paul Gerhard van de Kolk

Werkstatt Geschichte
Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Kierspe e.V.

Gemeinsam mit dem Heimatverein Kierspe soll der Versuch gemacht werden, ein Stück der nunmehr über tausendjährigen Geschichte Kierspes aufzuarbeiten. Jede einzelne Veranstaltung ist in sich abgeschlossen, sie ist jedoch gleichzeitig systematischer Teil des Ganzen und auch für Besucher ohne historische Vorkenntnisse geeignet.

Vortrag

… gehören zusammen, das wird bereits am Namen des Ortsteils Kierspe-Bahnhof deutlich. Mit dem Bau der Bahnstrecke von Brügge nach Meinerzhagen in den Jahren 1891/92 wurde auch Kierspe ans Eisenbahnnetz angeschlossen, ein knappes Jahrhundert lang (bis zur Stilllegung für den Personenverkehr im Mai 1986) konnte man dann mit der Bahn Kierspe erreichen. Seit Dezember 2017 fahren zwar wieder Personenzüge auf der Strecke zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid, sie passieren aber Kierspe ohne Halt. Der Vortrag wird die Planung und den Bau der Volmetalbahn (einschließlich weiterer Streckenplanungen in und um Kierspe) beleuchten, sich mit dem Aufstieg und Niedergang des Bahnverkehrs in Kierspe beschäftigen und dabei auch einen Blick auf den Bahnhof in Volme und die Haltepunkte Bollwerk und Grünenbaum werfen. Schließlich soll, ausgehend von der oben geschilderten aktuellen Situation, ein Blick in die Zukunft geworfen werden. Zur Veranschaulichung werden historische und aktuelle Fotos gezeigt werden.

Das Schleipetal (18H-1002)

Mi. 24.10.2018 19:00 - 20:30 Uhr in Kierspe
Dozent: Hans Ludwig Knau

Werkstatt Geschichte
Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Kierspe e.V.

Gemeinsam mit dem Heimatverein Kierspe soll der Versuch gemacht werden, ein Stück der nunmehr über tausendjährigen Geschichte Kierspes aufzuarbeiten. Jede einzelne Veranstaltung ist in sich abgeschlossen, sie ist jedoch gleichzeitig systematischer Teil des Ganzen und auch für Besucher ohne historische Vorkenntnisse geeignet.

Vortrag
Als rechtes Nebenbachtal der Volme ist auch das Schleipetal voller Spuren der Eisenerzeugung- und –verarbeitung. Vom mittelalterlichen Rennfeuer zum frühneuzeitlichen Floßofen und zur Osemundschmitte, vom Osemundhammer zum Breitehammer mit Reidemeisterhaus ist dort alles zu finden. Unweit des Schrieverschen Reidemeisterhauses befand sich die erste Vormberger Schule und noch heute gibt es Landwirtschaft im Kiersper Ortsteil Bungenrodt.

Früher war mehr Lametta (18H-1003)

Mi. 28.11.2018 19:00 - 20:30 Uhr in Kierspe
Dozentin: Petra Dittmar

Werkstatt Geschichte
Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Kierspe e.V.

Gemeinsam mit dem Heimatverein Kierspe soll der Versuch gemacht werden, ein Stück der nunmehr über tausendjährigen Geschichte Kierspes aufzuarbeiten. Jede einzelne Veranstaltung ist in sich abgeschlossen, sie ist jedoch gleichzeitig systematischer Teil des Ganzen und auch für Besucher ohne historische Vorkenntnisse geeignet.

Vortrag
In dem reich bebilderten Vortrag stellt die Volkskundlerin Petra Dittmar vom LVR-Freilichtmuseum Lindlar den Wandel des Weihnachtsfestes in den vergangenen 150 Jahren vor. In dieser Zeit entwickelte sich das Weihnachtsfest von einer religiösen Feier zu dem wichtigsten Familienfest des Jahres.
Das Bild von Weihnachten mit stimmungsvollen Erzählungen, Liedern und idyllischen Postkarten prägte die Vorstellung einer bürgerlichen „deutschen“ Weihnacht. Mit der Verlegung der familiären Feier vom Weihnachtsmorgen auf Heiligabend rückte die Bescherung der Kinder in den Mittelpunkt. Sie ist bis heute in vielen Familien in feste Rituale eingebunden, wie z.B. das Schmücken des Baumes, ein bestimmtes Essen oder das Vortragen von Liedern und Geschichten. Ab 1880 stellten in der Region immer mehr Familien Weihnachtsbäume auf. Zunächst wurden diese mit essbarem Schmuck behängt, später dann mit glänzenden Weihnachtskugeln und Lametta. Die bürgerlichen Weihnachtsfeiern standen im krassen Gegensatz zu denen der ärmeren Bevölkerungsschichten: Diese konnten sich weder prächtig geschmückte Stuben noch teure Geschenke leisten.

Die Folgen des Handybooms (18H-1102)

Mi. 28.11.2018 19:00 - 20:30 Uhr in Kierspe
Dozentin: Eva-Maria Reinwald

Menschenrechte und Umwelt in der Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen

Kaum ein Produkt enthält so viele unterschiedliche Rohstoffe wie ein Smartphone. Durch die Gewinnung der Rohstoffe wird Natur zerstört, Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage oder leisten in den Minen gesundheitsgefährdende Arbeit für wenig Geld. Auch die Herstellung der Handys erfolgt meist unter schlechten Arbeitsbedingungen. Schließlich landet europäischer Elektroschrott teils illegal auf Mülldeponien in Staaten wie Ghana – mit verheerenden Folgen für Umwelt und Gesundheit. Wie kann jeder einzelne und wo kann Politik zu Veränderung beitragen? Ein Vortrag im Rahmen der Handyaktion NRW (www.handyaktion-nrw.de).

Eva-Maria Reinwald ist Promotorin für Globale Wirtschaft und Menschenrechte beim SÜDWIND e.V. in Bonn.

Die neue Wachstumsdebatte (18H-1103)

Do. 29.11.2018 19:00 - 20:30 Uhr in Meinerzhagen
Dozent: Helmut Federmann

Rohstoffwende - Verkehrswende - Energiewende
Ist Wirtschaftswachstum in einer postfossilen Welt (weiterhin) möglich?

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) gab seinem Jahresgutachten 2012 den Titel “Verantwortung in einer begrenzten Welt“. Darin wird u.a. ausgeführt: „Die umweltpolitische Debatte wird in Zukunft mehr und mehr durch den Leitbegriff der ökologischen Grenzen bestimmt: In einer begrenzten Welt kann es keine unbegrenzte Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen geben. Nachhaltiges Wirtschaften erfordert eine Entkopplung von Wohlfahrt und Ressourcennutzung durch grundlegende Innovationen und die Aufwertung überlebenswichtiger Ökosystemleistungen“. Der Titel des ersten Kapitels lautet „Die neue Wachstumsdebatte“. Darin findet sich der Satz.“ Während die Diskussion über die Grenzen des Wachstums in den 1970er-Jahren einen starken Fokus auf die Verfügbarkeit nicht-erneuerbarer Ressourcen legte, steht heute die Übernutzung und Zerstörung wichtiger Ökosysteme im Lichte erkennbarer biophysischer Grenzen im Vordergrund.“
Rohstoff-, Energie-, und Verkehrswende sind Begriffe für den Versuch, die mit dem Klimaschutzabkommen von Paris anerkannten „planetaren Grenzen“ nicht zu verletzen. Sie stehen auch für das Eingeständnis und das globale Einverständnis, dass es in einer begrenzten Welt kein unbegrenztes und unbedachtes wirtschaftliches Wachstum mehr geben kann. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Weltbevölkerung voraussichtlich weiterhin zunehmen und der Bedarf nach Deckung der damit verbundenen Ansprüche auch weiterhin wachsen wird.
Der Vortrag wird der Frage nachgehen, inwieweit angesichts dieser zukünftigen Konstellationen das bisherige Leitbild von Wirtschaft und Wirtschaftswachstum noch tragfähig ist und welche grundlegenden Veränderungen in der Sicht auf das zukünftige Wirtschaften erforderlich sein werden.

Helmut Federmann ist diplomierter Volkswirt. Hauptberuflich war er in nationalen und internationalen Projekten im Bereich IT/Finance tätig sowie im Auswärtigen Amt. Er befasst sich als Nachhaltigkeits-Ökonom mit Fragestellungen zu Wachstum-, Energie- und Verkehrswende sowie zur Kreislaufwirtschaft. Der in Gesellschaft und Politik dominierend gewordene neoliberale, vorwiegend am individualistischen Nutzen orientierte, Denkansatz hat zwar zu enormem Wirtschaftswachstum geführt, gleichzeitig aber auch komplexe öko-soziale Problemstellungen heraufbeschworen. Gemäß der Feststellung: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“, arbeitet der Referent an alternativen Denk-und Lösungsansätzen zu den genannten Problemstellungen.

Gabun - Rechts und links des Äquators (18H-1401)

Mi. 14.11.2018 19:30 - 21:00 Uhr in Meinerzhagen
Dozent: Clemens Schmale

Bildervortrag

Auf Albert Schweitzers Spuren nach Lambarene

Vor wenigen Jahren wurde es 100 Jahre alt, das bekannte Urwaldhospital in Lambarene, welches der nicht minder berühmte Theologe, Bach-Interpret und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer im damaligen Französisch-Äquatorialafrika gründete. Bis heute versorgt es die Menschen dieser Region. Schweitzer selber starb auch hier 1965 und wurde am Ufer des Flusses Ogooué begraben. Gut 50 Jahre später machte sich der Romanist Clemens Schmale gemeinsam mit der Internistin Dr. Andrea Schrickel auf den immer noch ungewöhnlichen Weg nach Gabun, um das kleine Land in Zentralafrika zu erleben und um zu sehen, wie sich das Erbe des „grand Docteur Schweitzer“ heutzutage präsentiert.
Der Vortrag bewegt sich geografisch entlang des Äquators, den der Referent gleich mehrfach auf dem Land- und Seeweg überquerte. Er skizziert Schweitzers Weg vom elsässischen Kaysersberg nach Afrika und führt durch den seit 1960 erst unabhängigen Staat Gabun, der touristisch –zu Unrecht - kaum eine Rolle spielt, aber gleichwohl zu den reicheren und stabileren Ländern Afrikas zählt. Die Reise führt in die kleine Hauptstadt Libreville und deren Umgebung, nach Cap Estérias, durch den Pongara Nationalpark nach Nyonié , per Taxi ins Landesinnere nach Lambarene und über längere Strecken per Boot den Ogooué hinab bis Port-Gentil, der isoliert liegenden und zweitgrößten Stadt des Landes am Atlantik.

Korsika und Sardinien (18H-1402)

Di. 06.11.2018 19:30 - 21:00 Uhr in Meinerzhagen
Dozent: Dieter Freigang

Bildervortrag

Nur 12 km von einander getrennt liegen diese Inseln, die mit Naturschönheiten überaus reichlich ausgestattet sind: Sardinien mit 24.000 km2 einer „kleiner Kontinent“ und Korsika dreimal kleiner als „Insel der Schönheit“. Sardinien nur wegen der 40 km langen Costa Smeralda, seit den 60-er Jahren von einem Aga-Khan-Konsortium gegründet, mit Porto Cervo und Porto Rotondo zu besuchen, hieße, an Gigantengräber und gigantischen Steinskulpturen wie Elefant, Pilz und Bär vorbeizugehen. Die Buchten und Strände mit glasklarem smaragdblauem Wasser und feinkörnigem Sand, die zahlreichen Grotten, die herrlichen Caps wie das Steinchaos am Capo Testa, Wandmalereien in Orgozolo, vorgelagerte Inselchen und natürlich die Nuraghen, geheimnisvolle Steinbauten der Frühzeit runden das Bild ab.
Korsika bietet mit der Halbinsel Cap Corse erste herrliche Dorfeindrücke, gesteigert in der Balagne mit Speloncato, Sant` Antonino als Adlerhorst, und dem Künstlerdorf Pigna. Calvi mit seiner Zitadelle, dann der Küste entlang bis in die Bucht von Porto mit den bizarren Felsen der Calanche, dazu eine Schiffahrt entlang der Scandola-Felsenküste. Eine Besteigung der Hauptgipfel: Monte Cinto, mit 2706 m höchster und Paglia Orba, 2525 m, als schönstem Berg, das Restonicatal bei der heimlichen Hauptstadt Corte, verführerische Badegumpen, die dolomitengleichen Bavella-Türme, dazu ein unbesteigbarer (!) Wackelstein Uomo di Cagna machen die Insel zum „Gebirge im Meer“. Die Stadt Bonifacio am südlichsten Punkt der Insel, auf überhängenden Kalkklippen erbaut, bietet das unbeschreiblich schöne Finale. Ein Info-Blatt bietet Hinweise und Daten zu allen dargestellten Wanderungen.

Belgien - Prachtstädte in Wallonien und Flandern (18H-1403)

Do. 04.10.2018 18:30 - 20:00 Uhr in Meinerzhagen
Dozent: Dr. Stefan Roggenbuck

Bildervortrag

Weltweit boomt der Städtetourismus. Doch es sind nicht nur die Mega-Metropolen, die die Reisenden in ihren Bann ziehen. Unser Nachbar Belgien ist dafür ein gutes Beispiel. Hier gibt es kleine und mittelgroße Städte mit unvergleichlichem Charme. Die glorreiche Vergangenheit sticht in den aufwändig restaurierten Ortskernen ins Auge: Sakralbauten, Belfriede, Rat- und Zunfthäuser glänzen mit gotischer und barocker Pracht. Auch das 20. Jahrhundert ist hier mit seiner kunstvollen Architektur präsent. Beginenhöfe laden zu Besinnlichkeit inmitten hektischer Betriebsamkeit ein. Der Vortrag zeigt die Bilder einer eindrucksvollen Reise: von Lüttich über Löwen, Brüssel, Antwerpen, Gent und Brügge bis an die Küste nach Ostende. Praktische Reisetipps runden die Präsentation ab.

Die Kanaren - Inseln des ewigen Frühlings (18H-1404)

Di. 02.10.2018 19:30 - 21:00 Uhr in Kierspe
Dozent: Gerhard Braunöhler

Bildervortrag

Diesen Beinamen haben die Inseln zu Recht, bieten sie doch ganzjährig angenehme Temperaturen und überwiegend gutes Wetter. Durch die geografische Nähe gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber auch erstaunliche individuelle Unterschiede. Der Vortrag versucht, beides aufzuzeigen. Welche der Inseln eignen sich am besten zum Wandern, wo sind die schönsten Strände, lohnt sich El Hierro? Auf diese und viele andere Fragen gibt der Vortag durchaus persönlich geprägte Antworten. Vorgestellt werden alle sieben Inseln Inseln - Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro - in ihrer beeindruckenden Vielfalt.

Island - Eiskalte Schönheit - Glutheiße Faszination (18H-1405)

Sa. 10.11.2018 19:30 - 21:00 Uhr in Kierspe
Dozentin: Ina Traube

Bildervortrag

Ein isländisches Volkslied sagt: „Island ist dein Land, das du nie vergessen darfst.“ Die Melodie bewirkt eine Gänsehaut. Und genauso ist dieses Land. Selten lässt es die wieder los, die es einmal in seinen Bann gezogen hat.
Die atemberaubende Natur eines bezaubernden Landes hat unzählige Kunstwerke geschaffen: Einzigartige Steinformationen, wie kein Mensch sie besser hätte entwerfen können. Wasserfälle, von denen keiner dem anderen auch nur annähernd gleicht. Leuchtende farbige Blüten, die wie ein Wunder in endlosen schwarzen Steinwüsten auftauchen. Die überwältigenden Kräfte aus dem Erdinneren lassen Wasser, Dampf und sogar Lava aus dem Boden schießen. Island ist ein Land der Kontraste. Hier ruhen glitzernde Eisfelder über schlafenden Vulkanen. Himmelblaues Wasser überrascht inmitten einer bizarren Lavawüste. Schmutzig-graue Schlammquellen brodeln neben idyllischen Seen und unweit vom tobenden Nordatlantik findet sich einsame Stille. Doch überall bleibt genügend Raum für Naturwesen wie die Elfen, die sich zu Wort melden und nicht selten sogar „ein Wörtchen mitreden“. Sie gehören dazu, genauso wie die einzigartigen Islandpferde, mit denen man unmittelbares Naturerleben und spannende Abenteuer teilen kann.
Die Referentin, die seit vielen Jahren auf Island lebt, entführt in ein Land, in dem Feuer und Eis einen nie endenden Kampf austragen, ein Land, in dem die Naturgewalten so lebendig sind wie in keinem anderen.



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