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Landwirtschaft früher (19F-1001)

Mi. 24.04.2019 19:00 - 20:30 Uhr in Kierspe
Dozent: Ulrich Finke

Werkstatt Geschichte
Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Kierspe e.V.

Die landwirtschaftlichen Betriebe waren auch in Kierspe in großer Zahl vorhanden. Neben einigen großen Betrieben gab es viele ärmliche und meist war man auch noch in den Hammerwerken beschäftigt. Bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts begann der Einsatz von neuartigem Dünger zur Verbesserung der Ernte mit riesigen Erfolgen. Gleichzeitig begann der Einsatz von Maschinen. Die Industrialisierung der Landwirtschaft nahm seinen Lauf. In dieser Zeit gründete der Arzt Dr. Deisting die Genossenschaft und die Molkerei, beteiligte sich am Aufbau einer Genossenschaftsbank und beriet die Landwirte. Noch war der Verlauf scheinbar unsichtbar, nur wenige Betriebe gaben auf. Nach dem 2. Weltkrieg gab es einen kurzen Aufschwung, das Sterben der landwirtschaftlichen Betriebe nahm jedoch seinen Lauf. Durch den Druck auf die Preise zum Ende des 20. Jahrhunderts brachen die Betriebe schließlich reihenweise weg. Der bebilderte Vortrag zeigt die Landwirtschaft ab etwa 1900.

Kierspe und seine Bahnhöfe (19F-1002)

Mi. 29.05.2019 19:00 - 20:30 Uhr in Kierspe
Dozent: Paul Gerhard van de Kolk

Werkstatt Geschichte
Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Kierspe e.V.

1891/92 erhielt Kierspe und das obere Volmetal durch die Eisenbahn seinen Anschluss an die Welt. 1986 wurde auf der Strecke von Meinerzhagen nach Brügge der planmäßige Schienenpersonenverkehr eingestellt, das Gleis wurde seitdem nur noch von Güterzügen und -sporadisch- von Sonderzügen genutzt. Zwar fahren seit Dezember 2017 wieder Personenzüge auf dem bis dahin stillgelegten Abschnitt, sie passieren aber alle ehemaligen Bahnstationen im oberen Volmetal ohne Halt.
Auf diese Bahnhöfe (Kierspe, Vollme, Oberbrügge) und Haltepunkte (Grünenbaum, Bollwerk), ihre Geschichte, ihre Funktion und Bedeutung wird sich der Vortrag konzentrieren. Er ist insofern eine Fortsetzung und Konkretisierung des Vortrages aus dem September 2018 über Kierspe und die Eisenbahn, setzt jedoch die damalige Teilnahme nicht voraus. Denn der Vortragende wird vorab eine Zusammenfassung des ersten Teils im Internet unter www.eisenbahn-im-volmetal.de und in der Veranstaltung in gedruckter Form zur Verfügung stellen.
Der Referent freut sich über Bild-, Film- und Kartenmaterial zum Thema, aber auch über Erinnerungen, Erlebnisse, Erfahrungen.
Kontakt: p.g.kolk@van-de-kolk.de.

Der 30jährige Krieg in Kierspe (19F-1003)

Mi. 26.06.2019 19:00 - 20:30 Uhr in Kierspe
Dozent: Hans Ludwig Knau

Werkstatt Geschichte
Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Kierspe e.V.

Bis heute gilt der Dreißigjährige Krieg als einer der schrecklichsten Kriege, die Deutschland je erlebt hat. In Kierspe ist die Erzählung von der Rolle des Hüllochs als Versteck für die Bevölkerung mit ihrem Vieh zumindest bei den Älteren wohl bekannt. In diesem Vortrag geht es um diesen Krieg speziell aus Kiersper Sicht. Da vor Ort keine Kämpfe stattgefunden haben, stehen die Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung im Mittelpunkt: Kontributionen (Zwangsbeiträge), Plünderungen, Pest, Vertreibung. Von 50 Feuerstätten waren kaum noch 40 bewohnt, die „vornehme Pfarrkirche als ein sonderliches Zierath des platten landes dieses Ambts Altena“ ganz baufällig und „die 1618 mit ansehnlichen Kosten erbaute Orgel verdorben und unlaudtbar gemacht.“ Seit dem Jahre 1636 verließen viele Kiersper ihre Heimat und „bauten das Exilium“, d.h., sie mussten in der Fremde leben.
Da wir in einer Zeit leben, in der wir die schrecklichen Auswirkungen von Krieg und Vertreibung auch in unserem Umfeld wieder zu spüren bekommen, ist dieser Vortrag nicht nur der Erinnerung an die gute, alte Zeit gedacht.