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Werkstatt Geschichte
Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Kierspe e.V.

Bis heute gilt der Dreißigjährige Krieg als einer der schrecklichsten Kriege, die Deutschland je erlebt hat. In Kierspe ist die Erzählung von der Rolle des Hüllochs als Versteck für die Bevölkerung mit ihrem Vieh zumindest bei den Älteren wohl bekannt. In diesem Vortrag geht es um diesen Krieg speziell aus Kiersper Sicht. Da vor Ort keine Kämpfe stattgefunden haben, stehen die Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung im Mittelpunkt: Kontributionen (Zwangsbeiträge), Plünderungen, Pest, Vertreibung. Von 50 Feuerstätten waren kaum noch 40 bewohnt, die „vornehme Pfarrkirche als ein sonderliches Zierath des platten landes dieses Ambts Altena“ ganz baufällig und „die 1618 mit ansehnlichen Kosten erbaute Orgel verdorben und unlaudtbar gemacht.“ Seit dem Jahre 1636 verließen viele Kiersper ihre Heimat und „bauten das Exilium“, d.h., sie mussten in der Fremde leben.
Da wir in einer Zeit leben, in der wir die schrecklichen Auswirkungen von Krieg und Vertreibung auch in unserem Umfeld wieder zu spüren bekommen, ist dieser Vortrag nicht nur der Erinnerung an die gute, alte Zeit gedacht.

Info:



Gebühr

0,00 € € gebührenfrei


Termin(e)

Mi. 26.06.2019, 19:00 - 20:30 Uhr


Kursort


Dozent/in

Datum Zeit Ort
26.06.2019 19:00 - 20:30 Uhr Kierspe, Rathaus, Springerweg 21

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