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Veranstaltung "Edward Hopper - Der unbeirrbare Realist - Kleingruppenkurs" (Nr. 3701K) ist für Anmeldungen nicht freigegeben.

Edward Hopper - Der unbeirrbare Realist - Kleingruppenkurs (22F-3701K)

Sa. 30.04.2022 10:00 - 16:45 Uhr in Kierspe
Dozentin: Ulrike Weidmann

Kunstseminar

Edward Hopper (1882 – 1967) gilt als der Chronist der US-amerikanischen Gesellschaft mit einem einzigartigen Blick auf das moderne Leben. Viele Interpreten erkennen in seinen Bildern den Schein der Einsamkeit des modernen Menschen und die Leere des modernen Lebens. Mit seinen eindrucksvollen Sujets, seiner souveränen Bildsprache und seinem virtuosen Licht- und Farbenspiel prägt Hopper bis heute das Bild Amerikas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als studierter Maler bereiste er zwischen 1905 und 1910 mehrfach Europa, lebte zeitweise in Paris und lernte dort die Werke des Impressionismus lieben und kennen. Der finanzielle Erfolg als Maler kam jedoch nur langsam voran. Bis zu seinem 42. Lebensjahr (1905-1921) verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Illustrator für Werbeagenturen. Ab 1930 stellte sich der wirtschaftliche Erfolg ein. Während der Weltwirtschaftskrise wurde er in den USA ein bekannter und anerkannter, aber nicht unumstrittener Maler. Denn während einer Retrospektive im MoMa 1933 entwickelte sich eine öffentliche Debatte, ob Hoppers Bilder tatsächlich „modern genug“ seien, um im MoMA ausgestellt zu werden. Hopper bewegte sich mit seinem Bekenntnis zum Realismus fernab der Diskurse „moderner“ Kunst. Hopper selber äußert 1962 zu seinem Realismus: „Ich bin Realist und reagiere auf natürliche Phänomene. Schon als Kind fiel mir auf, dass das Sonnenlicht auf dem oberen Teil des Hauses anders ist als auf dem unteren Teil. Das Sonnenlicht auf dem oberen Teil des Hauses löst eine Art Begeisterung aus. ….. in ein Bild gehen viele Gedanken, viele Impulse ein – nicht nur einer. Das Licht ist für mich ein wichtiges Ausdrucksmittel…Das Sonnenlicht auf den Gebäuden und den Figuren interessiert mich mehr als irgendein Symbolismus.“
In diesem Seminar werden wir zunächst das malerische Werk von Edward Hopper anhand von Abbildungen und dem Dokumentarfilm von Wim Wenders kennen lernen. Um dann dessen künstlerische Eigenart, seine gesellschaftlichen Zeitbezüge und seinen Einfluss auf nachfolgende Künstler zu analysieren.

Kleingruppenkurs mit mindestens 5, maximal 7 Teilnehmenden

Renoir, Monet, Gauguin. Bilder einer fließenden Welt (22F-3702)

So. 13.03.2022 13:45 - 16:00 Uhr in Überörtlich
Dozentin: Marion Görnig

Ausstellungsbesuch in Essen
Im Jahr 2022 feiert das Museum Folkwang in Essen sein 100-jähriges Bestehen. Dieses besondere Ereignis begeht das einst als „schönstes Museum der Welt“ bezeichnete Museum mit zwei großen Ausstellungen zum (Spät-)Impressionismus und Expressionismus. Den Auftakt bildet die Ausstellung „Renoir, Monet, Gauguin – Bilder einer fließenden Welt.“ Die bedeutende Sammlung spätimpressionistischer Werke aus dem Museum Folkwang tritt in Dialog mit der Sammlung Kojiro Matsukatas aus den Beständen des National Museum of Western Art in Tokio. Zum ersten Mal seit den 1950er-Jahren werden Hauptwerke aus der Sammlung des japanischen Museums in einem größeren Umfang in Europa zu sehen sein. So treffen die berühmte Komposition Im Boot von Claude Monet oder Der Hafen von Saint-Tropez von Paul Signac, das einst zur Ursprungssammlung des Museum Folkwang gehörte, auf Pierre-Auguste Renoirs Lise mit dem Sonnenschirm oder Mädchen mit Fächer von Paul Gauguin. Die Schau verdeutlicht anhand von rund 120 Werken, wie sich der Impressionismus von einer zunächst kritisch beäugten Kunstrichtung zu dem Stil entwickelte, der heute als Beginn der modernen Kunst gilt – erzählt anhand von zwei faszinierenden Sammlerpersönlichkeiten des frühen 20. Jahrhunderts: Kojiro Matsukata und Karl Ernst Osthaus. Im Anschluss an die Essener Präsentation wird das National Museum of Western Art unter dem Titel People and Nature einen zweiten Teil der Ausstellung in Tokio zeigen.

Treffpunkt ist das Foyer des Folkwang Museums in Essen