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Silvesterkrimis - Zwischen den Tagen (22H-3202)

Mi. 21.12.2022 20:00 - 21:30 Uhr in Schalksmühle
Dozentin: Marion Görnig

Krimilesung im Kunst- und Kulturcafé Breddermann


„Zwischen den Tagen“ wartet ein Ehepaar auf den großen Silvesterball in einem Hamburger Nobelhotel. Doch er ist untreu, immer gewesen, wie sie weiß. Und sie hat eine alte Liebe wiedergetroffen, für die sie ihren Mann nun endgültig verlassen will. Doch der wird sie niemals gehen lassen. Er weiß etwas, das ihre neue Liebe vernichten könnte. Da steigt ein russischer Auftragskiller im Hotel ab. Und jetzt ist sie da, die Chance, die sie sich nicht entgehen lassen wird. Wenn das neue Jahr beginnt, wird sie frei sein.
So viel zum Krimi „Zwischen den Tagen“ von VHS-Leiterin Marion Görnig, den sie an diesem Abend vorstellt.
„Hoffnungslos schmeckt nach grau“ von Martina Schnerr-Bille ist ebenfalls ein „Silvesterkrimi“, den die Autorin an diesem Abend liest.
In einer Silvesternacht bewegen sich die Lebenspfade von vier Menschen, unaufhaltsam aufeinander zu. Sie sitzen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in Konfetti geschmückten Wohnzimmern um Silvesterpunsch zu trinken und Blei zu gießen. Was sie verbindet ist der Zweifel an eine positive Zukunft im neuen Jahr. Kann ihre schicksalhafte Begegnung, unter dem Sternenregen des Silvesterfeuerwerks, ihrer aller Leben doch noch zum Besseren wenden?

Der Eintritt zu Lesung ist frei, vor Ort sammeln die beiden Autorinnen jedoch gerne Ihre Spende für die Aktion "Weihnachtswunder" von WDR 2 und leiten diese komplett an das Netzwerk "Deutschland hilft" weiter.

"Bist du sicher, Martinus?" - "Bist du nun glücklich, toter Agamemnon?" (23F-3201)

Mi. 08.03.2023 19:30 - 21:00 Uhr in Meinerzhagen
Dozentin: Claudia Baumann

Szenische Rezitation

Claudia Baumann spielt und spricht:

Bist du sicher, Martinus?
Die Tischreden der Katharina Luther, geb. von Bora
Bist du nun glücklich, toter Agamemnon?
Die nicht überlieferte Rede der Klytämnestra an der Bahre des Königs von Mykene


Es sind viele Reden berühmter Männer bekannt. Hatten Frauen nichts zu sagen? Oder wurde einfach nicht überliefert, was sie zu sagen hatten? Christine Brückner lässt diese kulturgeschichtliche Ungerechtigkeit nicht auf sich beruhen, gibt legendären Frauengestalten aus Literatur, Mythos und Geschichte eine Stimme. Entstanden ist ein sprachgewaltiger Chor starker Frauen: mal zornig und aufsässig, mal wehmütig und zärtlich. Vierzehn Texte von furioser Kraft und moralischer Stärke.
Als Christine Brückners Buch „Wenn du geredet hättest, Desdemona. Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen« 1983 erstmals erschienen, wurden sie zu einem überwältigenden Überraschungserfolg. Die Sammlung fiktiver Monologe wurde nicht nur in zahlreiche Sprachen übersetzt, sondern zählt bis heute zu den meistgespielten zeitgenössischen Theatertexten. (Verlagsankündigung Hoffmann & Campe)
Claudia Baumann von der Theaterwerkstatt Schalksmühle spielt und spricht an diesem Abend die Texte „Bist du sicher, Martinus? Die Tischreden der Katharina Luther, geb. von Bora“ und „Bist du nun glücklich, toter Agamemnon? Die nicht überlieferte Rede der Klytämnestra an der Bahre des Königs von Mykene.
Der Eintritt ist frei zu dieser Veranstaltung zum Internationalen Frauentag, vor Ort ist es jedoch möglich, für einen karitativen Zweck zu spenden.

Kurt Tucholsky (23F-3202)

Mi. 10.05.2023 19:30 - 21:00 Uhr in Halver
Dozentin: Marion Görnig

Rezitationsabend

Lesung zum Gedenken an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933

"Ein kleiner dicker Berliner, der versuchte, mit einer Schreibmaschine eine Katastrophe aufzuhalten..."
(Erich Kästner)

"Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen."
(Heinrich Heine)

Kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Ende Januar 1933 kam es im März im Zuge einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ zu einer organisierten und systematisch vorbereiteten Verfolgung jüdischer, marxistischer und pazifistischer Schriftsteller. Dabei handelte es sich um eine von der Deutschen Studentenschaft geplante und durchgeführte Aktion unter Führung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes. Höhepunkt waren die am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz und in 21 anderen deutschen Universitätsstädten groß inszenierten öffentlichen Bücherverbrennungen, bei denen Werke verfemter Autoren von Studenten, Professoren und NS-Organen ins Feuer geworfen wurden.
Marion Görnig und Martina Schnerr-Bille erinnern an diesem Abend an das Leben und die Schriften von Kurt Tucholsky, seinen Kampf um die Freiheit des Geistes. „Wenn wir dich kriegen, Tucholsky“, hatte Goebbels schon lange vor 1933 gedroht. Es ist ihnen nicht gelungen.

LiteraturCafé Nr. 45 - Lackbilder - Vom Glanz der Nostalgie (23F-3203)

So. 14.05.2023 16:00 - 17:30 Uhr in Kierspe
Dozentin: VHS-Geschichtenschmiede

Lesung der VHS-Geschichtenschmiede
im Fritz-Linde-Museum in Kierspe

Nostalgie, das ist die immer wiederkehrende Frage nach dem „Weißt du noch?“ und der Antwort „Es war doch so schön.“ Da glänzen die glitzerbestäubten Abziehbildchen aus dem Poesiealbum, als wären sie nicht längst verstaubt in einer Dachbodentruhe. Der hölzerne Schlitten, deren Rest wir in einem Schuppen finden, ist Zeuge von natürlich immer schneereichen Wintern, die niemals anders waren. Die Puppen unserer Kindheit sind selten fotografiert worden, und dennoch sehen wir sie vor uns, als wären sie Gefährtinnen im Jetzt und Hier. Der erste Schultag bleibt unvergessen, auch wenn man meinte, sich nicht erinnern zu können. Irgendwie kommen sie alle wieder, die echten Erinnerungen, vielleicht auch manche falsche, aber sie bauen das Leben wieder zusammen, wie es war, wie es hätte sein können, wie wir es uns gewünscht hätten, wie wir es uns glauben machen.

Die Autorinnen und Autoren der VHS-Geschichtenschmiede präsentieren ihre Geschichten um die Nostalgie der Dinge, die wir erinnern.