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LiteraturCafé Nr. 42 - Mit dem Zug zu reisen - Bahnhofsgeschichten (20F-3201)

So. 10.05.2020 16:00 - 17:30 Uhr in Herscheid
Dozentin: VHS-Geschichtenschmiede

Lesung in Zusammenarbeit mit dem Märkischen Museumseisenbahn e.V.


Bahnhöfe sind Orte zwischen Bleiben und Fortgehen, zwischen Zuhause und Ferne. Berühmte Filmszenen spielen an Bahnhöfen, meist ist es ein Abschied, der sich dort so wunderbar in poetische Bilder rahmen lässt. Aber sie sind natürlich auch ein Ort, an dem man ankommt. Vom Wieder-nach-Hause-kommen kann so ein Bahnhof ganz ungezählte Geschichten erzählen. Aber auch von ganz Alltäglichem, von Verspätungen, Umleitungen, Zugausfällen, Reiseproviant und Liebeserklärungen in letzter Sekunde.
Die VHS-Geschichtenschmiede liest Geschichten um Zugreisen und Bahnhöfe von gestern und heute.

Kurt Tucholsky (20F-3202)

So. 10.05.2020 19:00 - 20:30 Uhr in Schalksmühle
Dozentin: Marion Görnig

Rezitationsabend

Lesung zum Gedenken an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933

"Ein kleiner dicker Berliner, der versuchte, mit einer Schreibmaschine eine Katastrophe aufzuhalten..."
(Erich Kästner)

"Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen."
(Heinrich Heine)

Kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Ende Januar 1933 kam es im März im Zuge einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ zu einer organisierten und systematisch vorbereiteten Verfolgung jüdischer, marxistischer und pazifistischer Schriftsteller. Dabei handelte es sich um eine von der Deutschen Studentenschaft geplante und durchgeführte Aktion unter Führung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes. Höhepunkt waren die am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz und in 21 anderen deutschen Universitätsstädten groß inszenierten öffentlichen Bücherverbrennungen, bei denen Werke verfemter Autoren von Studenten, Professoren und NS-Organen ins Feuer geworfen wurden.
Marion Görnig und Martina Schnerr-Bille erinnern an diesem Abend an das Leben und die Schriften von Kurt Tucholsky, seinen Kampf um die Freiheit des Geistes. „Wenn wir dich kriegen, Tucholsky“, hatte Goebbels schon lange vor 1933 gedroht. Es ist Ihnen nicht gelungen.

"Ein neues Blau" - Tom Saller liest aus seinem neuen Roman (20F-3203)

So. 08.03.2020 16:00 - 17:30 Uhr in Herscheid
Dozent: Dr. med. Thomas Saller

Lesung mit freundlicher Unterstützung der
Sparkasse Lüdenscheid

Als Lilis Mutter früh stirbt, kümmert sich ihr Vater Jakob rührend um sie. Aber erst als sie Günther von Pechmann kennenlernt, den Direktor der Königlichen Porzellan-Manufaktur, findet sie ihre Bestimmung: die Welt des Porzellans. Doch die Nationalsozialisten kommen an die Macht und Lili muss aus Berlin fliehen.

Fünfzig Jahre später lebt Lili wieder in Charlottenburg, zurückgezogen in ihrem Haus mit dem japanischen Garten. Sie spricht nicht viel über sich und ihr bewegtes Leben. Erst die 18-jährige Anja, widerspenstig und quer, kann Lili dazu bewegen, sich ihr zu öffnen. Stück für Stück enthüllt sich Lilis Geschichte, doch auch Anja hat ein Geheimnis. Welche Rolle spielt dabei die schlichte Porzellanschale, die die alte Frau wie einen Schatz hütet?
Der 1967 geborene Autor arbeitet seit dem Abschluss seines Medizinstudiums in der Nähe von Köln als Psychotherapeut. Neben seinem Beruf spielt er Saxophon in einer Jazz-Combo. Im Frühjahr 2018 erschien sein vielbeachtetes und hochgelobtes Romandebüt „Wenn Martha tanzt“, das sein Interesse für die Literatur und die Musik gekonnt miteinander verbindet.

Die Presse zu Wenn Martha tanzt:

»Tom Saller schildert eindrücklich die gesellschaftliche Veränderungen der Zwanzigerjahre bis zur Machtübernahme der Nazis.« NDR Kultur

»Tom Saller hat einen spannenden Erstling geschrieben, der alle Zutaten eines facettenreichen Familienromans enthält.« Brigitte Wir

»Saller nimmt uns mit auf eine spannende Reise durch das 20. Jahrhundert und endet mit einer überraschenden dramatischen Wendung. Eine Geschichte voller historischer Verweise und mit noch mehr großen Gefühlen.« emotion