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Edward Hopper - Der unbeirrbare Realist - Kleingruppenkurs (21F-3701K)

Sa. 15.05.2021 10:00 - 16:45 Uhr in Kierspe
Dozentin: Ulrike Weidmann

Kunstseminar

Edward Hopper (1882 – 1967) gilt als der Chronist der US-amerikanischen Gesellschaft mit einem einzigartigen Blick auf das moderne Leben. Viele Interpreten erkennen in seinen Bildern den Schein der Einsamkeit des modernen Menschen und die Leere des modernen Lebens. Mit seinen eindrucksvollen Sujets, seiner souveränen Bildsprache und seinem virtuosen Licht- und Farbenspiel prägt Hopper bis heute das Bild Amerikas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als studierter Maler bereiste er zwischen 1905 und 1910 mehrfach Europa, lebte zeitweise in Paris und lernte dort die Werke des Impressionismus lieben und kennen. Der finanzielle Erfolg als Maler kam jedoch nur langsam voran. Bis zu seinem 42. Lebensjahr (1905-1921) verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Illustrator für Werbeagenturen. Ab 1930 stellte sich der wirtschaftliche Erfolg ein. Während der Weltwirtschaftskrise wurde er in den USA ein bekannter und anerkannter, aber nicht unumstrittener Maler. Denn während einer Retrospektive im MoMa 1933 entwickelte sich eine öffentliche Debatte, ob Hoppers Bilder tatsächlich „modern genug“ seien, um im MoMA ausgestellt zu werden. Hopper bewegte sich mit seinem Bekenntnis zum Realismus fernab der Diskurse „moderner“ Kunst. Hopper selber äußert 1962 zu seinem Realismus: „Ich bin Realist und reagiere auf natürliche Phänomene. Schon als Kind fiel mir auf, dass das Sonnenlicht auf dem oberen Teil des Hauses anders ist als auf dem unteren Teil. Das Sonnenlicht auf dem oberen Teil des Hauses löst eine Art Begeisterung aus. ….. in ein Bild gehen viele Gedanken, viele Impulse ein – nicht nur einer. Das Licht ist für mich ein wichtiges Ausdrucksmittel…Das Sonnenlicht auf den Gebäuden und den Figuren interessiert mich mehr als irgendein Symbolismus.“
In diesem Seminar werden wir zunächst das malerische Werk von Edward Hopper anhand von Abbildungen und dem Dokumentarfilm von Wim Wenders kennen lernen. Um dann dessen künstlerische Eigenart, seine gesellschaftlichen Zeitbezüge und seinen Einfluss auf nachfolgende Künstler zu analysieren.




Kleingruppenkurs mit mindestens 5, maximal 7 Teilnehmenden

An die Schönheit - Stars der Sammlung (21F-3702)

So. 28.02.2021 14:00 - 16:15 Uhr in Überörtlich
Dozentin: Marion Görnig

Ausstellungsbesuch in Wuppertal

Das Von der Heydt-Museum lädt ein zu einem Rendezvous mit den „Stars der Sammlung“. Das klassizistische Gebäude am Turmhof, einst das Rathaus Elberfelds, beherbergt kostbare Kunstschätze. Die chronologisch präsentierte Auswahl an Meisterwerken macht deutlich, welchen besonderen Rang die Sammlungen des 1902 gegründeten Museums und des ihm angeschlossenen Kunst- und Museumsvereins besitzen. Der Ausstellungs-Parcours führt durch die wichtigsten Epochen und Stilrichtungen der vergangenen 200 Jahre; vorgestellt werden Entwicklungen der Kunst vom 19. bis ins 20. Jahrhundert, von der Romantik zum Biedermeier, vom Impressionismus zum Expressionismus und Kubismus, über die Kunst der 20er/30er Jahre bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Den Ausklang bilden verschiedene Kunstrichtungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Besondere Schwerpunkte der Präsentation bilden die Impressionisten, mit Bildern von Monet, Degas, Renoir, Cézanne, Toulouse-Lautrec, van Gogh und Gauguin. Munch, Hodler und Paula Modersohn-Becker gehören zu den Künstler*innen, die um 1900 einer modernen Ausdruckskunst den Weg bereiteten. Auch von den „deutschen Impressionisten“ Liebermann, Slevogt und Corinth besitzt das Museum wichtige Werke. Zu den Highlights der Ausstellung gehören die Bilder der Expressionisten: Mit Beispielen von Rohlfs und Kokoschka, Beckmann, Munch und Modersohn-Becker, mit Gemälden der „Brücke“-Künstler sowie Werken von Künstlern aus dem Kreis des „Blauen Reiter“ ist der Expressionismus repräsentativ vertreten. Mit Otto Dix und Max Beckmann stehen sich hier zwei prägende Künstler der Neuen Sachlichkeit gegenüber. Dem Dix-Gemälde „An die Schönheit“ (1922) ist der beziehungsreiche Titel der Schau entliehen.