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Hörtheater Lauschsalon: "Auf zu neuen Ufern. Die Welt unser Traum" (20H-3201)

So. 06.09.2020 19:00 - 20:30 Uhr in Herscheid
Dozentin: Anja Bilabel

Atmosphärisches Hörstück mit Geschichten und Gedichten

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Lüdenscheid

Ein atmosphärischer Abend mit vergnüglichen, poetischen, geheimnisvollen und verrückten Geschichten. Ein Kammerhörstück mit spannender Prosa und Lyrik von Hermann Hesse, Annette von Droste-Hülshoff, Mascha Kaléko, Sarah Kirsch, Ingeborg Bachmann, Christian Morgenstern, Michael Ende. Umrahmt wird das Hörstück von den zauberhaften Klängen der Querflöte und des Piccolo. Der Zuschauer kann sich mitreißen lassen auf eine literarische Zeitreise spannender deutscher Literatur. In der ersten Geschichte geht es um ein ungewöhnliches Zusammentreffen auf einem verlassenen Jahrmarkt, geschrieben von Michael Ende. In einer anderen Geschichte treibt der letzte lebende Europäer auf seinem letzten Hab und Gut -einem Rettungsring- im Ozean. Da kommt ein Schiff und nimmt ihn auf. Es ist die Arche Noah und er muss sich als „Letzter seiner Art“ beweisen. Eine Satire auf den letzten „Europäer“ von Hermann Hesse, dessen Werk wie immer zeitlos aktuell ist. Im zweiten Teil werden die Zuhörer Zeuge der Ereignisse um einen jungen Möchtegern-Dichter, der versucht, sein Werk bei verschiedenen Redaktionen unterzubringen und dabei immer wieder scheitert, bis er endlich anderweitig Karriere macht, eines seiner Gedichte aber auf ungewöhnliche Weise zu Weltruhm gelangt.

Umrahmt von der Musik erklingt an dem Abend ein Hörstück, das Humorvolles, Satirisches, Nachdenkliches und Verwegenes, Aufbrechendes und Sanftmütiges bietet in einer runden Dramaturgie und mit Kopfkino-Effekt.
Konzept, Arrangement und Regie: Anja Bilabel

Die Schauspielerin Anja Bilabel spricht als Hörspiel- und Featuresprecherin für den Deutschlandfunk Köln, dem WDR, den Hessischen Rundfunk und für das HR-Fernsehen. Sowohl in ihrer Schauspiel- als auch in ihrer Sprechtertätigkeit wurde sie mit Stücken und Hörspielen mehrfach nominiert und ausgezeichnet. Sie lebt in Münster, pendelt vor allem nach Frankfurt (Theater, Rundfunk, Fernsehen, Synchron), Köln (Radio, Hörbuch) und zu all den Orten, in denen ihr Lauschsalon gastiert.
Die Querflötistin Marchela Margeritoca-Duhneva wurde in Bulgarien früh ausgebildet und absolvierte dann ein Musikhochschulstudium für Querflöte im Hauptfach in Münster. Sie ist seit ihrem Abschluss neben ihrer Lehrtätigkeit an der Musikschule Mitglied in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen und Orchestern.

Blaue Wunder (20H-3202)

Sa. 19.09.2020 18:30 - 20:00 Uhr in Kierspe
Dozentin: VHS-Geschichtenschmiede

Geschichten und Blues in der Margarethenkirche

„Was wissen die Armen, denen nie ein Blau aufging am Ziel ihres Herzens oder am Weg ihres Traums in der Nacht. Oder die Enthimmelten, die Frühblauberaubten.“ (Else Lasker-Schüler, Briefe nach Norwegen)

Die Frühblauberaubten. Welch ein Wort. Kaum eine andere Farbe hat bis heute so viele Künstler und Dichter inspiriert, hat ihre Phantasie so beflügelt wie das Blau. So vielen Bildern, so vielen Texten hat die Magie dieser Farbe tiefsten Ausdruck verliehen. Blau, das ist die Projektionsfläche von Träumen, Sehnsüchten und Erinnerungen, sie ist die Farbe der Utopie. Und wie viele Blaus haben sie erfunden, die Dichter. Das Fernblau, ganz weit weg, und das geläufige, wenn auch poetisch überhöhte Meeresblau. Das nachzudenkende Jugendblau von Ernst Jandl oder das Krokusblau der ersten Frühlingsblüten.

Die Autorinnen und Autoren lesen ihre Geschichten rund um die Farbe Blau in all seinen Tönen, Namen und Bildern.

Die musikalische Ergänzung kommt von dem Jazz Duo „Black in Green“ mit Michael Schnippering (Piano) und Fritz Schmid (Saxofon und Geige). „Blue“ als Gefühl und Seelenzustand bedeutet im Englischen „ traurig, melancholisch, depressiv“. Es war das Gefühl der schwarzen Sklaven in Nordamerika in ihrer hoffnungslosen Lage, die diesem im „Blues“ musikalischen Ausdruck verliehen. Aber weit über den Blues hinaus findet sich „Blue“ in vielen Jazztiteln, z.B „Blue in Green“ von Miles Davis, „Blue Train“ von John Coltrane oder „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin .Die beiden Musiker werden versuchen, mit ihren Stücken zwischen den Texten dem Abend auch eine musikalische Note zu geben.

LiteraturCafé Nr. 42 - Und immer wieder Weihnachten (20H-3203)

Sa. 14.11.2020 (14:00 - 18:00 Uhr) - So. 15.11.2020 in Halver
Dozentin: VHS-Geschichtenschmiede

Beim "Halveraner Winterzauber" in der Heesfelder Mühle

Zur-vollen-und-zur-halben-Stunde-Lesung im Café über dem Unverpackt-Laden

Und immer wieder ist Weihnachten. Zur vollen und zur halben Stunde lesen die Autorinnen und Autoren eine Weihnachtsgeschichte aus ihrem neuen Buch. Von zwei bis sechs freuen wir uns über alle Gäste, die den Halveraner Winterzauber an und in der Heesfelder Mühle besuchen und im Café über dem Unverpackt-Laden vorbeischauen auf Kaffee und Kuchen und eine zimtgewürzte, glühweinselige, schneebestäubte, bratenduftverbreitende, glockenklingende Weihnachtsgeschichte. In der der eine oder andere Weihnachtsmann dann auch schon einmal auf Abwegen in einer Bar in Manhattan landet.

Kressmann Taylor: Empfänger unbekannt (20H-3204)

Di. 10.11.2020 19:30 - 21:00 Uhr in Schalksmühle
Dozentin: Marion Görnig

Rezitationsabend

Am 9. November 1938 brannten die Synagogen in Deutschland. Das Fanal zu millionenfachem Mord, angeordnet von Staats wegen, legalisiert durch Anordnungen, übersehen von allen, die den Blick abwandten. Im selben Jahr erscheint in dem US-amerikanischen „Story magazine“ in mehreren Folgen ein kleiner Briefroman unter dem Titel „Address Unknown“. Katherine Kressmann Taylor, die Autorin, ist Werbetexterin von Beruf und Mutter von drei Kindern. Sie ist keine bekannte Schriftstellerin und sie wird es auch nicht werden. Mehr hat sie nicht geschrieben als dieses eine literarische Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefroman zwischen einem amerikanischen Juden und einem Deutschen in den Monaten um die Machtergreifung 1933 zeichnet dieser Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft, die zerbricht, in rasender Geschwindigkeit, von Brief zu Brief und auf dem Höhepunkt eine so unerwartete Wendung nimmt, dass dem Lesenden der Atem stockt. „Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben worden“, schreibt Elke Heidereich in ihrem Nachwort.
Gelesen wird an diesem Abend die Bühnenversion des Textes, die unter dem Titel „Empfänger unbekannt“ erschien.