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Literatur bei Wein und Brot - Neuerscheinungen des Bücherherbstes (24H-3400)

Fr. 08.11.2024 19:30 - 21:00 Uhr in Kierspe
Dozentin: Ileana Beckmann

Ein Abend bei Wein und Brot, in dessen Mittelpunkt die neuen Bücher dieses Literaturherbstes stehen. Lesenswerte Romane – und vielleicht auch der eine oder andere, den man nicht lesen muss, auch wenn er auf der Bestsellerliste steht. Neue Autorinnen und Autoren – vielversprechende Erstlings- und das eine oder andere Spätwerk. Überraschende Themen, vielversprechende Preisträger, dicke Wälzer und kleine Meisterwerke, Erinnerungen, Abrechnungen, Visionen und Lebensträume mit und ohne Happy End. Ganz angesehen von Krimis für Unerschrockene, verschachtelten Familienepen und rosenduftgetränkten Romanzen. Eine Auswahl empfehlenswerter Neuerscheinungen nicht nur von der Frankfurter Buchmesse, Lesetipps und Anregungen für Literaturfreunde. Weil man schließlich nicht alles lesen, aber vieles bei einem Glas Wein erfahren, erblättern und diskutieren kann.

Zeugnisliteratur: überleben schreiben (24H-3401)

Mo. 30.09.2024 (17:00 - 18:30 Uhr) - Mo. 27.01.2025 in Kierspe
Dozentin: Katrin Vollmann

Zeugnisliteratur, die Literatur der Überlebenden des Holocaust, das literarische Erbe der Erinnerung: wie nähern wir uns diesen Texten an, wie gehen wir mit ihnen um – und lassen wir sie in unsere Gegenwart sprechen?
Mit diesen Fragen setzen wir uns anhand ausgewählter Texte von Primo Levi, Ruth Klüger und Jean Amery auseinander.
Primo Levi erlebte das Konzentrationslager als Erwachsener und schrieb seine Erinnerungen noch unter dem Eindruck des unmittelbar Erlebten sehr früh auf, während Ruth Klüger als Kind inhaftiert wurde und jahrzehntelang über das schwieg, was sie erlebt hatte. Ihre Texte erschienen mit großem zeitlichen Abstand. Jean Amery schrieb mehrere Essays, welche die grundsätzliche Frage nach der Möglichkeit des Lebens nach dem Überleben stellen.
Auch Literatur kann eine Gedenkstätte sein, ein „Denk-Mal“, das keinen Ort braucht, aber Leser, die bereit sind, sich diesen Texten zu stellen und sie im Kontext aktueller politischer Entwicklungen für sich selbst sprechen zu lassen.

Johann Wolfgang von Goethe - Faust, Teil II (24H-3402)

Di. 10.09.2024 (17:30 - 19:00 Uhr) - Di. 07.01.2025 in Halver
Dozent: Prof. Dr. Rüdiger Imhof

Literaturkreis

In Faust I führt Mephistopheles Faust in die „kleine Welt“; nun in Faust II durchqueren beide die „große Welt“, z.B. die Kaiserliche Pfalz. Faust macht fünf weitere Versuche, über die menschlichen Grenzen hinauszukommen und sich göttliche Fähigkeiten anzueignen. 1 Akt: Er will „alles leisten“, überall Erfolg haben. 2. Akt: Er will „überall und immer sein“. 3. Akt: Er will die Fähigkeiten des Weltherrschers erwerben. 4. Akt: Er will höchsten Reichtum und höchste Lust und erstrebt sie mit der Tat, die Urgewalten in Natur und Menschen zähmt. 5. Akt: Die Manipulation der Massen als ausgebeutetes Arbeiterheer gewinnt durch Eindeichung Land. Faust, der hier „sich verehren will wie Gott“, beginnt sich über Erreichtes und bloß Gewünschtes zu täuschen und entwirft schließlich eine Gesellschaftsutopie freier Menschen, für deren Verwirklichung er zuerst sich selbst und seine fürchterlichen Helfer beseitigen müsste. Aber das wäre der Augenblick, zu dem er „Verweile doch, du bist so schön“ sagen könnte – eine Aussage, auf die Mephistopheles seit der Wette in Teil I wartet. Doch Faust kann schließlich gerettet werden, und zwar wegen der Lebensmühe, der Rastlosigkeit, der Anstrengung seiner immer höher ansetzenden, wenn auch stets scheiternden Versuche, die Grenzen der Menschheit zu überwinden. Die Tragödie beschäftigt sich natürlich mit einem Lebensabschnitt der Titelgestalt. Gleichzeitig nimmt Goethe jedoch eine Deutung der neuzeitlichen Geschichte bis in das Jahr vor seinem Tod vor.

Als Textgrundlage kann jede Faust-Ausgabe dienen, wobei diejenige im C.H. Beck Verlag besonders empfohlen sei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mögen sich bitte für die erste Sitzung mit den ersten Szenen vertraut machen.

Hans Christian Andersen (24H-3403)

Sa. 09.11.2024 10:00 - 16:45 Uhr in Kierspe
Dozentin: Reinhild Essing

Literaturtag

„Leb wohl, leb wohl!“ sagte die Schwalbe und flog wieder fort von den warmen Ländern, weit fort nach Dänemark zurück. Dort hatte sie ein kleines Nest über dem Fenster, wo der Mann wohnt, der Märchen zu erzählen weiß. Vor ihm sang sie: „Quiwitt, quiwitt!“ Daher haben wir die ganze Geschichte. (Däumelinchen)

„Mein Leben ist ein hübsches Märchen, so reich und glücklich: Der Mann, der Märchen zu erzählen weiß – das war Hans Christian Andersen. Er benutzte dänische, deutsche und griechische Quellen, Stoffe aus Geschichte und Sage, vor allem aber schöpfte er aus seiner eigenen Phantasie. Viele Menschen machen schon im Kindesalter Bekanntschaft mit seinem Werk. Wer kennt nicht „Das hässliche Entlein“, „Die Prinzessin auf der Erbse“ oder „Des Kaisers neue Kleider“? Die Märchen begründeten Andersens Weltruhm. Sie sind in 80 Sprachen übersetzt worden und in unzähligen Ausgaben erschienen, immer wieder unterschiedlich illustriert.
Neben den Märchen hat er aber noch viele andere Bücher geschrieben, wie z.B. Romane, Gedichte und Reiseberichte. Und seine Lebensgeschichte trägt selbst märchenhafte Züge: H. C. Andersen stammte aus ärmlichen und schwierigen Verhältnissen. Mit 14 Jahren machte er sich auf nach Kopenhagen. Dort wollte er als Sänger und Schauspieler Karriere machen. Obwohl er am Theater scheiterte, fand er Gönner, die ihm Schulbesuch und Studium ermöglichten, und begann zu schreiben, zunächst Gedichte, später die Märchen, die heute zur Weltliteratur gehören. „Andersen war eine beeindruckende Gestalt – begierig nach Ruhm und Anerkennung, jedoch ohne Streben nach Macht und Reichtum, bereits in jungen Jahren offenherzig und ohne Scheu, zugleich geplagt von Ängsten und Schwermut, melancholisch und humorvoll, exzentrisch und einfach in einem“ schreibt einer seiner Biografen.
Wir werden uns an diesem Tag mit Andersens Werken beschäftigen, mit den berühmten Märchen ebenso wie mit den weniger bekannten Romanen und Gedichten, und natürlich mit der märchenhaften Geschichte seines Lebens. Ob Sie als Kind schon „Die kleine Meerjungfrau“ und „Die Schneekönigin“ geliebt oder sie als Erwachsener erst entdeckt haben oder Andersen einfach kennenlernen wollen: Sie sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen - und auch Ihre eigenen Andersen-Bücher mitzubringen!

Let´s escape from reality (for a while...) J (24H-3404)

Do. 12.09.2024 (17:30 - 19:00 Uhr) - Do. 16.01.2025 in Kierspe
Dozentin: Katrin Vollmann

Bücherclub

Books and Biscuits

Du bist ein Bücherwurm, eine Leseratte, eine leidenschaftliche Leserin, ein Booknerd? Man trifft dich eher mit einem Buch in der Hand an, als mit dem Smartphone? Und das Buch ist – sowieso und immer! – besser als die Verfilmung?
Welcome to the club!
Triff andere Buchverrückte zum Austausch, lerne neue (Bücher-)Welten kennen und berichte uns von deinem Lieblingsbuch. Völlig egal, ob du düstere Dystopien, Umweltthriller oder Liebesromane magst, ob du von After passion bis Nothing less alles von Anna Todd verschlungen hast oder gar alte Klassiker liebst – hier bist du genau richtig!
Wir machen es uns mit ein paar Keksen gemütlich und sprechen über die schönste Sache der Welt: Bücher!

VHS-Buchclub - Online (24H-3405VK)

Mi. 18.09.2024 (19:00 - 20:30 Uhr) - Mi. 08.01.2025 in Überörtlich
Dozentin: Heidemarie Eberle-Ringel

Ein Leben ohne Bücher? Wenn das für Sie schlichtweg nicht vorstellbar ist, sind Sie hier genau richtig. Wir tauschen in lockerer Runde Leseempfehlungen aus, stellen den anderen Bücher vor, die und einmal etwas ganz Besonderes im Leben bedeutet haben, unvergessliche Lektüre, eine wunderbare Story, Bücher zum Hineintauchen, traurige und heitere, schwere und romantische, hochgelobte und manche vielleicht verkannte. Dass sich daraus Gespräche ergeben über Themen, Figuren, Dichter*innen und so einiges Wundersame, Ungewöhnliche, Erstaunliche und Bedenkenswerte, ist der Sinn der Literatur.