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Shakespeare-Tragödien: Hamlet, Othello, Macbeth (20F-3402)

Di. 25.02.2020 (17:30 - 19:00 Uhr) - Di. 02.06.2020 in Halver
Dozent: Prof. Dr. Rüdiger Imhof

Literaturkreis

William Shakespeare (auch Saxper, Shakspere, Shakesper, Shakspeare: Man hielt es damals – und hält es auch heute wieder – nicht so genau mit der Rechtschreibung) wurde 1564 am 22. oder 23. April geboren. Das exakte Geburtsdatum ist nicht auszumachen. Gern wird der 23. angenommen, weil Shakespeare dann konvenienterweise am gleichen Monatstag geboren worden wäre, an dem er 1616 starb. Als er 18 Jahre alt war, ehelichte ihn die acht Jahre ältere und schwangere Anne Hathaway. Böse Zungen sprechen von einer ‘Shotgun Wedding’, d.h. einer Hochzeit, die zustande kam, indem man dem beabsichtigten zukünftigen Ehemann eine Schrotflinte unter die Nase hielt. Ende der achtziger Jahre begab Shakespeare sich nach London. Vermutlich schloss er sich einer fahrenden Theatertruppe an, die in Stratford-upon-Avon gastiert hatte. Bereits nach wenigen Jahren trat er als Schauspieler, Lyriker und Stückeschreiber hervor – sehr zum Leidwesen der sog. „university wits“, mit welcher Bezeichnung Literaten (vielfach ebenfalls Stückeschreiber) gemeint waren, die eine Universität besucht hatten und nicht verwinden konnten, dass jemand, der über „ein bisschen Latein und noch weniger Griechisch“ (Ben Jonson) verfügte, solche exzellenten Werke zustande gebracht haben sollte. Bis heute gilt Shakespeare für viele als bester Dramatiker der Weltliteratur.
Auf dem Höhepunkt seines Schaffens, in der ersten Dekade des 17. Jahrhunderts, schrieb er die Tragödien Hamlet (1602), Othello (1604) und Macbeth (1606), die Gegenstand der Auseinandersetzung sein sollen. Warum benötigt Hamlet fünf Akte, um den Racheauftrag auszuführen, den ihm der Geist seines ermordeten Vaters erteilt? Ist seine Gemütsverfassung dafür verantwortlich? Denkt er zu viel über die Dinge nach und wird dabei vom Tun abgehalten? Oder ist der Racheauftrag nicht zu bewerkstelligen? Warum fällt Othello seiner Eifersucht, dem „grünäugigen Monster“, anheim? Weil er ein aufgeblasener Egomane ist? Was motiviert Iago zu seiner intriganten Übeltat? Handelt Macbeth, indem er seinen König ermordet, aus übertriebenem Ehrgeiz in einer Welt, in der das Böse regiert?
Dies sind nur einige Fragen, auf die im Kurs Antworten gegeben werden sollen. Zudem wollen wir einen Blick darauf werfen, wie die Stücke gemacht sind, also auf die kompositorische Struktur der Dramen. Und zu guter Letzt wird versucht, die Situation im Theater der damaligen Zeit zu vergegenwärtigen.
Als Textgrundlage kommt jede deutschsprachige Übersetzung der drei Dramen in Betracht. Besonders zu empfehlen sind die Schlegel/Tieck-Übertragungen sowie die zweisprachigen Reclam-Ausgaben. Die Teilnehmer/innen am Kurs sollten sich zur ersten Sitzung mit Hamlet vertraut gemacht haben.

Gedichte von Hilde Domin, Mascha Kaléko und Else Lasker-Schüler (20F-3403)

Di. 25.02.2020 (09:45 - 12:00 Uhr) - Di. 08.09.2020 in Meinerzhagen
Dozentin: Sabine Hellwig-Tillmann

Literaturkreis am Vormittag

„ich bin weit gegangen...die Kontinente die Jahre hinauf“

Heimatlosigkeit als prägende Lebenserfahrung, dieses Schicksal teilte sie mit vielen anderen als Deutsche im 20. Jahrhundert und Jüdin, ohne diese Identität je gelebt zu haben: Hilde Domin, Lyrikerin und Exilantin in den verschiedensten Ländern über Jahrzehnte ihres Lebens. Ihr Lebensweg von Flucht und Fremderfahrung, keineswegs vorhersehbar für die 1909 in Köln geborene Tochter aus jüdischem Großbürgertum, hat die studierte Ökonomin spät zur Dichterin gemacht. Mitte der 50er Jahre noch immer in der Emigration in der Dominikanischen Republik begann ihr zweites Leben im Schreiben, die „Heimkehr ins Wort“, wie sie es nannte, die die Erfahrung von Fremdbestimmung, Ausgrenzung und Heimatlosigkeit überwinden half, auch dann noch, als sie nach Deutschland zurückkehrte, und sie sich mit ihren Gedichten im Literaturbetrieb behauptete, kritisch und oft unbequem, eine ungewöhnliche Einzelgängerin und unverwechselbar im Ton ihrer Gedichte.
Eine Rückkehr nach Deutschland hat es für Mascha Kaléko und Else Lasker-Schüler, die beiden anderen großen Einzelerscheinungen innerhalb der deutschen Lyrik, nicht gegeben. Auch sie sind „weit gegangen“- von ihren literarischen Anfängen in Berlin bis nach Jerusalem. Mascha Kaléko lebte dort von 1959 bis 1974. „Heimat – die wievielte?“ fragte sie in einer Gedichtzeile, wissend, dass ein Leben in dem Land, das sie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere 1939 verließ, um nach Amerika zu emigrieren, nicht mehr möglich sein würde. Jerusalem aber blieb ein Leben in der Fremde, das sie fast verstummen ließ, obwohl gerade ihre Existenz als Dichterin auch für sie Lebensrettung vor Heimweh und tiefer innerer Resignation war. So wurde Mascha Kaléko Jerusalems unbekannteste Dichterin, ein Rang, den Jahrzehnte zuvor Else Lasker-Schüler innehatte, auch sie in Jerusalem eine Fremde im Exil am Ende eines Lebens, das schon früh durch fehlende Verortung und Heimatlosigkeit geprägt war. Die meiste Zeit ihres Lebens mittellos und ohne eigene Wohnung war Else Lasker-Schülers Heimat die Welt, die sie sich in ihrer Dichtung selbst schuf – im Gegensatz zu den beiden anderen Lyrikerinnen gerade in der Reflexion auf ihre jüdische Identität.
Der Kurs wird sich mit den Lebenswegen und den Gedichten dieser drei außergewöhnlichen Frauen beschäftigen, die mit ihrem lyrischen Werk den Erfahrungen von Exil und Heimatsuche eine jeweils eigene und unverwechselbare Stimme gegeben haben.

Das "Höllenspektakel" Heine (20F-3404)

Mo. 17.02.2020 (09:45 - 12:00 Uhr) - Mo. 08.06.2020 in Schalksmühle
Dozentin: Sabine Hellwig-Tillmann

Literaturkreis am Vormittag

Ein Höllenspektakel breitete sich im Klassenzimmer aus, als ein Junge namens Harry seinen Mitschülern in kindlicher Unbefangenheit erzählte, dass sein Großvater ein kleiner Jude mit einem großen Bart gewesen sei. Der tobenden Belustigung der Schüler folgte die erste Züchtigung des Jungen vor aller Öffentlichkeit durch die Autorität in Person eines herbeieilenden Lehrers. Um dem Jungen seine Schuld an dem Klassentumult büßen zu lassen, fiel die Prügel durch Stockhiebe außerordentlich heftig aus. Diese Schulanekdote aus dem 19. Jahrhundert wäre nichts Außergewöhnliches, beträfe sie nicht Heinrich Heine, für dessen Leben und Wirken diese Kindheitserinnerung unfreiwillig Programm wurde.
Ob die Diffamierungen seiner Liebesgedichte als „Bordellpoesie“ nebst der Abwertung seiner Person als charakterlosem, frivolen Poeten, die Schmähung als Nestbeschmutzer, die das Verbot seiner Schriften und die Verfolgung durch die öffentlichen Instanzen nach sich zog und bekanntlich sein Exildasein in Frankreich begründete oder aber die enthusiastische Begeisterung seines breiten Lesepublikums, sein früher Ruhm als Lyriker – an Heine, dem ersten großen jüdischen Schriftsteller der deutschen Literatur, schieden sich die Geister und dies weit über seinen Tod hinaus.
Heute stellt niemand mehr die Bedeutung und den literarischen Rang Heines in Frage. Vergessen sind die Kontroversen um Heine-Denkmäler, der Streit um die Benennung der Düsseldorfer Universität noch in den 1980er Jahren. Als man 1997 den 200. Geburtstag Heines mit pompösen Festakten feierte, schienen endlich alle Kontroversen beendet. Dennoch spottete ein Rezensent :„Sie haben ihn heimgeholt, heimgeholter geht`s nimmer“. Dem bürgerlichen Intellektuellen Heine wäre dies sicherlich suspekt gewesen.
Deshalb blicken wir in diesem Kurs auf das „Höllenspektakel“ Heine, auf die Ein–Mann- Opposition eines Außenseiters, der, um sich Gehör zu verschaffen und die Abgründe zwischen politischem Stillstand und dem rasanten gesellschaftlichen Wandel in seiner Zeit zu benennen, neue Wege des lyrischen Sprechens suchte.

Vaterbücher - Mutterbücher (20F-3405)

So. 23.02.2020 (16:00 - 17:30 Uhr) - Mi. 24.06.2020 in Herscheid
Dozentin: Monika Petsos

Einladung ins Lesecafé fünf+eins

Wie setzen sich Söhne und Töchter literarisch mit ihren Vätern und Müttern auseinander? In den siebziger Jahren wurde vor allem das Schweigen der Väter, mit dem sie aus dem Krieg zurückkamen, thematisiert: Warum hast du damals dein Schweigen begonnen, fragt ein Sohn rückblickend, der den Vater distanziert und abweisend erlebt.
Wie kann man über den Vater schreiben, wenn die literarische Sprache vor der Einfachheit des Vaterlebens versagt? Wie über eine Mutter und ihre Selbsttötung, wenn sie „unfaßlich“ bleibt: ...die Sätze stürzen in etwas Dunklem ab und liegen durcheinander auf dem Papier.
Mitunter helfen Gegenstände des Alltags, die Gefühlswelt des Vaters auszuloten, der selber vermieden hat, über Emotionen zu sprechen oder die eigene Mutter verstehen zu lernen, angesichts der Verwahrlosung ihres Hauses und der Tatsache, ein ungeliebtes Kind zu sein. Die Erinnerungsarbeit ist schmerzhaft und mühevoll und lässt die AutorInnen auf ihrer Spurensuche zwischen Annäherung und Abgrenzung nicht zuletzt bei sich selbst ankommen: Kehrtest du zurück, Vater...könntest du mein jüngerer Bruder sein.

Verbinden wir das Erstschönste mit dem Zweitschönsten, lesen wir Bücher und reden wir darüber. Jeder ist eingeladen, in entspannter Atmosphäre bei Kaffee, Tee und Gebäck seine eigene Lese- und Lebenserfahrung ins Gespräch einfließen zu lassen. Ein abschließendes Frühstückstreffen soll die Möglichkeit bieten, eine vergleichende Rückschau auf die Lektüren zu werfen, mit weiteren Hinweisen, Anregungen sowie Buchempfehlungen das Thema abzurunden.

Plaudereien über Schriftsteller*innen und ihre Werke (20F-3406)

Sa. 07.03.2020 (14:30 - 16:00 Uhr) - Sa. 06.06.2020 in Überörtlich
Dozentin: Heidemarie Eberle-Ringel

LeseCafé
im „Haus der Bücher“ in Marienheide-Müllenbach

Ringsum Regale voller Bücher – Kinderbücher, Märchenbücher, Schulbücher, Literatur, Kunst und Sachbuch. Das LeseCafé im „Haus der Bücher“ ist der passende Ort für Gespräche über Bücher bei Kaffee und Kuchen. Jeweils ein Schriftsteller steht im Mittelpunkt der Veranstaltungen am 1. Samstag im Monat von 14:30 bis 16:00 Uhr:

7. März 2020
Vor 140 Jahren, am 20.03.1880 wurde Magda Trott geboren, Frauenrechtlerin und Verfasserin trivialer Kinderliteratur. Die Bücher über Pucki, Goldköpfchen und Pommerle sind nur ihre bekanntesten Veröffentlichungen, aber lange nicht die einzigen.

4. April 2020
Leonardo von Pisa, genannt Fibonacci, wurde vor ca. 850 Jahren geboren. Er war einer der größten europäischen Mathematiker des Mittelalters und Namensgeber der Fibonacci-Zahlen. Wir werden uns über diese Fibonacci-Zahlen unterhalten, über befreundete Zahlen und volllkommene Zahlen sowie über andere trickreiche Besonderheiten aus
der Welt der Mathematik.

2. Mai 2020
Daniel Defoe wurde vermutlich Anfang 1660 in London geboren. Mit seinem weltberühmten „Robinson Crusoe“ begründete er den englischen Roman mit. Thema an diesem Nachmittag werden Defoes Robinson und Freitag sein sowie andere bekannte und weniger bekannte Robinsonaden.

6. Juni 2020
Am 2. Juni 2020 wäre Marcel Reich-Ranicki 100 Jahre alt geworden. Er gilt als der erfolgreichste und gleichzeitig umstrittenste Literaturkritiker Deutschlands. Wir erinnern uns an seine Schriften, seine Auftritte im Literarischen Quartett und an sein Leben.

Literaturfreunde sind herzlich willkommen zu einem oder mehreren oder allen Termine, je nach Interesse. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Kommen Sie einfach vorbei!

Streifzüge durch die finnische Literatur (20F-3407)

Sa. 09.05.2020 10:00 - 16:45 Uhr in Meinerzhagen
Dozentin: Reinhild Essing

Literaturtag in der Villa im Park

"Der ärgste Feind der Finnen ist die Melancholie: Trübsal, grenzenlose Apathie. [...] Das finstere Gemüt ist ein schlimmerer Feind als einst die Sowjetunion. Die Finnen sind jedoch ein Volk von Kämpfern. Nachgeben gilt nicht. Ein ums andere Mal rebellieren sie gegen den Tyrannen." - Arto Paasilinna

Der in Deutschland bekannteste finnische Autor ist wohl Arto Paasilinna, der Verfasser zahlreicher humoristischer Romane, der jedem Thema - sogar dem Tod - eine heitere Seite abgewinnt. Doch die finnische Literatur hat viel mehr zu bieten. Zum Beispiel Hannu Raittilas "Wasser-Trilogie", in der fünf Finnen im Auftrag der UNESCO nach Venedig reisen, um die Stadt vor dem Versinken zu retten, ein größenwahnsinniger Geschäftsmann im Saimaa-See, dem größten des "Lands der tausend Seen", Unterwasser-Tourismus entwickeln will und ein Open-Air-Spektakel bei sintflutartigem Regen im Schlamm zu versinken droht. Oder Krimis um so verschiedene Ermittler wie einerseits Leena Lehtolainens coole junge Kriminalkommissarin Maria Kallio und andererseits Sirii, Irma und Anna-Liisa: drei uralte, aber rüstige Damen, die in Minna Lindbergs Romanen den seltsamen Geschehnissen in ihrer Seniorenresidenz auf den Grund gehen. Oder die bekannteste finnlandschwedische Autorin, Tove Jansson, die Erfinderin der "Mumins", kleiner nilpferdartiger Trollwesen, die weltweit - und nicht nur bei Kindern - bekannt und beliebt sind.
Der Literaturtag gibt einen Überblick über die finnische Literatur, vom Nationalepos "Kalevala" über Klassiker wie Frans Emil Sillanpää, den bisher einzigen finnischen Literaturnobelpreisträger, bis zu jungen Autorinnen wie Sofi Oksanen, die in ihren Romanen und Theaterstücken Probleme der Gegenwart thematisiert. Buchvorstellungen, Ausschnitte aus Texten, Filmen, Hörbüchern und Gespräche wechseln dabei ab. Egal ob Sie schon finnische Romane gelesen haben oder einfach neugierig sind auf Land, Leute und Literatur, Sie sind herzlich eingeladen zu einem unterhaltsamen und anregenden Literaturtag.

Ngaio Marsh und Margery Allingham (20F-3408)

Sa. 22.08.2020 10:00 - 16:45 Uhr in Meinerzhagen
Dozentin: Marion Görnig

Das andere Leben der Ladies in Crime
Literaturtag in der Villa im Park

Ngaio Marsh (1895-1982) zählt neben Agatha Christie und Dorothy Sayers zu den großen „Ladies in Crime“ des klassischen englischen Detektivromans im sogenannten Golden Age, der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Ngaio Marsh, geboren 1895 in Neuseeland, schrieb 32 Detektivromane, von denen viele im Theatermilieu spielen, häufig drehen sie sich um Shakespeare’sche Dramen. Ihr Serienheld ist Roderick Alleyn, wie der Prototyp vieler englischer Autoren von adeliger Abstammung, und zugleich Profi, Inspektor bei Scotland Yard. Marsh persönlich jedoch war ihre Arbeit als Theaterregisseurin und Mentorin von Schauspielern wichtiger als ihre schriftstellerische Laufbahn. Das Schreiben von Kriminalromanen war denn auch eher der Broterwerb, mit dem sie die ihr wichtige Theaterarbeit finanzieren konnte. Sie schrieb, weil sie es konnte, weil sie erfolgreich war, weil es sie berühmt machte.
Margery Allingham (1904 – 1966) wurde die Schriftstellerei praktisch in die Wiege gelegt; in ihrer Familie schrieben fast alle, als Journalisten, als Zeitungsmacher, als Serienautoren für Magazine. So ist es wenig verwunderlich, dass sie diese Profession ebenfalls wählte, um als Frau selbstständig Geld zu verdienen. Sie hegte eine tiefe Liebe zum zunächst noch stummen Kino und erzählte zunächst Filmgeschichten für einschlägige Fanmagazine nach. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre entdeckte sie den Kriminalroman. 1928 erschien „The White Cottage Mystery“ (dt. „Ein böser Nachbar“). Fortan sah sie ihre Zukunft als freie Schriftstellerin und blieb dem Genre, das ihr ersten Erfolg bescherte, treu. Sie erfasste rasch, dass sie ihr Publikum noch fester binden konnte, wenn sie ihm eine Identifikationsfigur in Gestalt eines Serienhelden lieferte. Und so erschien Albert Campion auf der Bildfläche, ein freundlicher, intelligenter, junger Mann mit ebenfalls adligem Hintergrund, ein Gentleman-Detektiv, dessen leichtherziges Wesen Camouflage ist für seinen scharfen Verstand.
Die Schnittstellen der Biografien von Ngaio Marsh und Margery Allingham ergeben sich erst auf den genauen Blick hin. Beider Herz hängt eigentlich nicht an dem, was sie so erfolgreich über Jahrzehnte tun – Kriminalromane schreiben. Und beide leben ein anderes Leben, als es die Öffentlichkeit erfährt. Der Literaturtag widmet sich den Biografien dieser beiden Frauen, ihrem Werk, ihrem Glück, ihrem Unglück - und ihren Geheimnissen