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Der Dichter Friedrich Hölderlin (1770–1843) stand schon zu Lebzeiten und steht noch heute im Schatten der Klassiker Goethe und Schiller. Dabei verfügte er über eine besonders originelle Sprachkraft und hatte wie kaum ein Zeitgenosse die Fähigkeit, antike griechische Mythologie und Verskunst wieder zu beleben. Sein Lebenslauf kann als tragisch bezeichnet werden: die heimliche Liebe zu Susette Gontard, deren Kinder er als Hauslehrer unterrichtete, stürzte ihn in eine tiefe Krise. Seit 1807 konnte er, gezeichnet von einer schweren psychischen Erkrankung, kein eigenständiges Leben mehr führen und wohnte in Obhut des Tübinger Schreiners Zimmer in einem Turm am Neckar – 36 Jahre lang.
Der Vortrag aus Anlass des 250. Geburtstags beschäftigt sich insbesondere mit Hölderlins origineller Sprachkunst. Sein erhabenes Sprechen ist für uns heute nicht leicht nachzuvollziehen, kann uns aber, wenn wir uns darauf einlassen, stark anrühren und ergreifen.


Gebühr

7,00 € € Abendkasse


Termin(e)

Mi. 07.10.2020, 19:30 - 21:00 Uhr


Kursort


Dozent/in

Datum Zeit Ort
07.10.2020 19:30 - 21:00 Uhr Kierspe, VHS-Geschäftsstelle, Friedr.-Ebert-Str. 380

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