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"Julius oder die Schönheit des Spiels" - Tom Saller liest aus seinem neuen Roman (21H-3200)

Mi. 08.09.2021 19:00 - 20:30 Uhr in Meinerzhagen
Dozent: Dr. med. Thomas Saller

Lesung mit freundlicher Unterstützung der
Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen
Wimbledon, 1937. Das legendäre Daviscup-Match zwischen Deutschland und den USA. Nicht nur die Sportwelt hält den Atem an, als Julius von Berg den Ball vor tausenden von Zuschauern in den blauen Himmel wirft. Aufgewachsen auf einer Burg über dem Rhein, hat er sein Tennistalent im Berlin der zwanziger und dreißiger Jahre zur Reife gebracht; ein internationaler Star, auf dem alle Blicke ruhen. Gebannt verfolgt Julie, seine Ehefrau, das Geschehen auf dem Rasen – ebenso wie die NS-Größen in der Nachbarloge, denn es steht so viel mehr auf dem Spiel als der greifbare Sieg. Selbstbestimmung oder Mitläufertum? Ruhm oder Schande? Unten, auf dem Centre Court, trifft Julius eine folgenschwere Entscheidung. Eine Hommage an Gottfried von Cramm, den vielleicht ehrenwertesten deutschen Sportler – auf und neben dem Platz.
„Tom Saller schreibt über Tennis, aber eigentlich schreibt er über das Leben. Er erzählt die eindrucksvolle Geschichte eines Mannes, der sich auch in düsteren Zeiten nicht verbiegen lässt, die Geschichte eines Tennisbesessenen, dem die Schönheit des Spiels stets wichtiger war als der Sieg.“
Volker Kutscher
Tom Saller, geboren 1967, hat Medizin studiert und arbeitet als Psychotherapeut. 2018 erschien sein Debütwerk „Wenn Martha tanzt“, ein Roman verknüpft mit der Geschichte des Bauhauses, und wurde umgehend ein Bestseller. Sein zweiter Roman „Ein neues Blau“ knüpfte 2019 an den großen Erfolg an. Tom Saller lebt in Wipperfürth.

Hörtheater Lauschsalon: "Was so ein kleiner Mond alles vermag" (21H-3201)

Sa. 15.01.2022 19:00 - 20:30 Uhr in Kierspe
Dozentin: Anja Bilabel

Rilke in Concert
Atmosphärisches Hörstück mit Geschichten und Gedichten

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen

„Das musst du wissen, dass dich Gott durchweht von Anbeginn. Das Göttliche. Ich bin dort gewesen, schon als Kind, und komme gehend davon her.“ Rainer Maria Rilke ist kein Dichter der Eindeutigkeit. Sein poetisches Werk ist durchzogen von religiösen Vorstellungen und Themen. Doch werden diese immer wieder aufgebrochen oder infrage gestellt. Rilke operiert sprachlich an der Grenze des Sagbaren, sucht unnachgiebig nach Antworten und misstraut gleichzeitig dem schnellen Finden von Antworten. (Burkhardt Reinartz im Deutschlandfunk 25.05.15)
Die meisterhafte Lyrik des Grenzgängers Rainer Maria Rilke, durchwoben von Musik, in einer ganz besonderen Komposition von Wort und Klang. Dieses Lauschkonzert lädt dazu ein, die Seele baumeln zu lassen.
Idee, Durchführung und Stimme: Anja Bilabel

Die Schauspielerin Anja Bilabel spricht als Hörspiel- und Featuresprecherin für den Deutschlandfunk Köln, der WDR, den Hessischen Rundfunk und für das HR-Fernsehen. Sowohl in ihrer Schauspiel- als auch in ihrer Sprechtertätigkeit wurde sie mit Stücken und Hörspielen mehrfach nominiert und ausgezeichnet. Sie lebt in Münster, pendelt vor allem nach Frankfurt (Theater, Rundfunk, Fernsehen, Synchron), Köln (Radio, Hörbuch) und zu all den Orten, in denen ihr Lauschsalon gastiert.

Kressmann Taylor: Empfänger unbekannt (21H-3202)

Di. 09.11.2021 19:30 - 21:00 Uhr in Schalksmühle
Dozentin: Marion Görnig

Rezitationsabend

Am 9. November 1938 brannten die Synagogen in Deutschland. Das Fanal zu millionenfachem Mord, angeordnet von Staats wegen, legalisiert durch Anordnungen, übersehen von allen, die den Blick abwandten. Im selben Jahr erscheint in dem US-amerikanischen „Story magazine“ in mehreren Folgen ein kleiner Briefroman unter dem Titel „Address Unknown“. Katherine Kressmann Taylor, die Autorin, ist Werbetexterin von Beruf und Mutter von drei Kindern. Sie ist keine bekannte Schriftstellerin, und sie wird es auch nicht werden. Mehr hat sie nicht geschrieben als dieses eine literarische Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefroman zwischen einem amerikanischen Juden und einem Deutschen in den Monaten um die Machtergreifung 1933 zeichnet dieser Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft, die zerbricht, in rasender Geschwindigkeit, von Brief zu Brief und auf dem Höhepunkt eine so unerwartete Wendung nimmt, dass dem Lesenden der Atem stockt. „Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben worden“, schreibt Elke Heidereich in ihrem Nachwort.
Gelesen wird an diesem Abend die Bühnenversion des Textes, die unter dem Titel „Empfänger unbekannt“ erschien.

LiteraturCafé Nr. 42 - Und immer wieder Weihnachten (21H-3203)

14:00 - 18:00 Uhr in Halver
Dozent: VHS-Geschichtenschmiede

Auf dem Halveraner Wintermarkt in der Heesfelder Mühle

Zur-vollen-und-zur-halben-Stunde-Lesung im Café über dem Unverpackt-Laden

Und immer wieder ist Weihnachten. Zur vollen und zur halben Stunde lesen die Autorinnen und Autoren eine Weihnachtsgeschichte aus ihrem neuen Buch. Von zwei bis sechs freuen wir uns über alle Gäste, die den Halveraner Winterzauber an und in der Heesfelder Mühle besuchen und im Café über dem Unverpackt-Laden vorbeischauen auf Kaffee und Kuchen und eine zimtgewürzte, glühweinselige, schneebestäubte, bratenduftverbreitende, glockenklingende Weihnachtsgeschichte. In der der eine oder andere Weihnachtsmann dann auch schon einmal auf Abwegen in einer Bar in Manhattan landet.

Termin bitte der Tagespresse bzw. der VHS-Homepage aktuell entnehmen.