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… irgendwo ist immer Poenichen

In ihren Erinnerungen an die Finanznöte erster Ehejahre inmitten des Wirtschaftswunders schrieb sie: "Wir lebten von dem, was wir nicht brauchten." "Du wirst auch noch an uns glauben müssen", lässt sie Viktor Quint, den gläubigen Nazi, in ihrem Roman Jauche und Levkojen sagen. Und den alten Freiherrn von Quindt -mit dt- darauf antworten: "Ich fürchte, wir werden all dran glauben müssen."
Sätze, die sich unauslöschlich einprägen, die ausharren, wenn die Geschichte zu Ende erzählt ist. Wie die "Quindt-Essenzen" ihrer Poenichen-Trilogie.
Christine Brückner (1921-1996) gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der Nachkriegszeit. Nach Abitur und Kriegseinsatz studierte die Pfarrerstochter aus Bad Arolsen in Hessen Kunstgeschichte und Germanistik, arbeitete Anfang der 50 er Jahre als Redakteurin bei der Zeitschrift "Frauenwelt". Mit ihrem ersten Roman "Ehe die Spuren verwehen" gewann sie 1954 einen Literaturwettbewerb des Bertelsmann Verlages. Von da an war sie hauptberuflich Schriftstellerin. 1967 heiratete sie den Schriftsteller Otto Heinrich Kühner. Ihre letzte Liebe, für immer und ewig, schrieb sie später einmal. Christine Brückners bekannteste Werke sind die Trilogie "Jauche und Levkojen", "Nirgendwo ist Poenichen" und "Die Quints" sowie die Monologe "Wenn du geredet hättest, Desdemona. Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen". Neben Romanen, Erzählungen, Essays und Theaterstücken schrieb sie auch Kinder- und Jugendbücher. Sie starb 1996 in Kassel, nur wenige Wochen nach dem Tod ihres Mannes.
Wir werden uns an diesen beiden Abenden dem Leben und Werk Christine Brückners widmen und ganz besonders den Frauenfiguren, die sie geschaffen hat.

Info:

Ermäßigungen nicht möglich.
Anmeldung erforderlich.


Gebühr

11,60 €


Zeitraum

Mi. 16.02.2022 - Mi. 23.02.2022, 19:00 - 20:30 Uhr


Kursort


Dozent/in

Datum Zeit Ort
16.02.2022 19:00 - 20:30 Uhr online
23.02.2022 19:00 - 20:30 Uhr online