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Rainer Maria Rilke "Was so ein kleiner Mond alles vermag" (22H-3200)

Fr. 16.09.2022 19:00 - 20:30 Uhr in Kierspe
Dozentin: Anja Bilabel

Atmosphärisches Hörstück mit Geschichten und Gedichten
Reziation des Hörtheaters Lauschsalon
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen

„Das musst du wissen, dass dich Gott durchweht von Anbeginn. Das Göttliche. Ich bin dort gewesen, schon als Kind, und komme gehend davon her.“ Rainer Maria Rilke ist kein Dichter der Eindeutigkeit. Sein poetisches Werk ist durchzogen von religiösen Vorstellungen und Themen. Doch werden diese immer wieder aufgebrochen oder infrage gestellt. Rilke operiert sprachlich an der Grenze des Sagbaren, sucht unnachgiebig nach Antworten und misstraut gleichzeitig dem schnellen Finden von Antworten. (Burkhardt Reinartz im Deutschlandfunk 25.05.15)
Die meisterhafte Lyrik des Grenzgängers Rainer Maria Rilke, durchwoben von Musik, in einer ganz besonderen Komposition von Wort und Klang. Dieses Lauschkonzert lädt dazu ein, die Seele baumeln zu lassen.
Idee, Durchführung und Stimme: Anja Bilabel

Die Schauspielerin Anja Bilabel spricht als Hörspiel- und Featuresprecherin für den Deutschlandfunk Köln, der WDR, den Hessischen Rundfunk und für das HR-Fernsehen. Sowohl in ihrer Schauspiel- als auch in ihrer Sprechtertätigkeit wurde sie mit Stücken und Hörspielen mehrfach nominiert und ausgezeichnet. Sie lebt in Münster, pendelt vor allem nach Frankfurt (Theater, Rundfunk, Fernsehen, Synchron), Köln (Radio, Hörbuch) und zu all den Orten, in denen ihr Lauschsalon gastiert.

LiteraturCafé Nr. 44 - Von Heimat und Fremde - Sehnsuchtsorte (22H-3201)

Sa. 05.11.2022 16:00 - 17:30 Uhr in Halver
Dozentin: VHS-Geschichtenschmiede

Lesung der VHS-Geschichtenschmiede
im Café Heimatliebe in der Heesfelder Mühle

Wer sehnt sich nicht manchmal ganz weit weg, an exotische Orte, an fremde Gestade, in ferne Welten, wo das Leben sich so viel anders und aufregender und schöner träumt. Und wie oft haben wir uns zurück gesehnt in die Heimat, weil alles dann doch so ganz anders war, als die bunten Träume uns das ausgemalt haben. Auch Literaten haben sich so oft einen Sehnsuchtsort erwählt für ihr Denken und Schreiben, Hermann Hesse lebte im befreienden „Luftkleid“ in Ascona, Thomas Mann und Erich Kästner zog es ins luxuriöse St. Moritz, Vicki Baum widmete ihrem Sehnsuchtsort Bali einen großen Roman, Christine Brückner suchte auf Ischia ein neues Leben, Gerhard Hauptmann verträumte seine Sommer auf der herben Insel Hiddensee.
Die Autorinnen und Autoren der VHS-Geschichtenschmiede präsentieren ihre Geschichten von Sehnsuchtsorten in der Fremde und der Heimat, erzählen von Reisen und Fluchten, von Träumen, Weggehen und Ankommen.

Silvesterkrimis - Zwischen den Tagen (22H-3202)

Mi. 21.12.2022 20:00 - 21:30 Uhr in Schalksmühle
Dozentin: Marion Görnig

Krimilesung im Kunst- und Kulturcafé Breddermann


„Zwischen den Tagen“ wartet ein Ehepaar auf den großen Silvesterball in einem Hamburger Nobelhotel. Doch er ist untreu, immer gewesen, wie sie weiß. Und sie hat eine alte Liebe wiedergetroffen, für die sie ihren Mann nun endgültig verlassen will. Doch der wird sie niemals gehen lassen. Er weiß etwas, das ihre neue Liebe vernichten könnte. Da steigt ein russischer Auftragskiller im Hotel ab. Und jetzt ist sie da, die Chance, die sie sich nicht entgehen lassen wird. Wenn das neue Jahr beginnt, wird sie frei sein.
So viel zum Krimi „Zwischen den Tagen“ von VHS-Leiterin Marion Görnig, den sie an diesem Abend vorstellt.
„Hoffnungslos schmeckt nach grau“ von Martina Schnerr-Bille ist ebenfalls ein „Silvesterkrimi“, den die Autorin an diesem Abend liest.
In einer Silvesternacht bewegen sich die Lebenspfade von vier Menschen, unaufhaltsam aufeinander zu. Sie sitzen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in Konfetti geschmückten Wohnzimmern um Silvesterpunsch zu trinken und Blei zu gießen. Was sie verbindet ist der Zweifel an eine positive Zukunft im neuen Jahr. Kann ihre schicksalhafte Begegnung, unter dem Sternenregen des Silvesterfeuerwerks, ihrer aller Leben doch noch zum Besseren wenden?

Der 24- Türchen- Krimi (22H-3203)

Di. 06.12.2022 19:00 - 20:30 Uhr in Schalksmühle
Dozentin: Marion Görnig

Adventliche Krimilesung

Ein eigentlich beschauliches Städtchen irgendwo im Sauerland. Vom 1. bis zum 24. Dezember öffnen Geschäfte, Lokale und Vereine ihre Pforten für den Besuch zu einem „Offenen Adventskalender“. Da lässt sich auch der reichste Mann am Ort nicht lumpen und lädt am Nikolaustag in sein „Juwelen-Emporium“ ein. Falls noch jemandem eine Idee für ein schönes, glitzerndes Geschenk fehlt. Doch der reiche Geizling hat nicht mit einem Weihnachtsmann gerechnet, dem anscheinend auch noch die Geschenke fehlen. Für die Armen und Bedürftigen. Bei denen so nach und nach die von ihm spektakulär geraubten Schmuckstücke wieder auftauchen. Sehr zum Ärger des Juweliers, der die Funde mit einem großzügigen Finderlohn wieder auslösen muss. Und zur Freude des ortsansässigen Journalisten O.E. Hasse, der die Armen gerne bei den Verhandlungen mit dem Juwelier unterstützt, aber natürlich zu gerne wüsste, wer hier aus dem Ort den mildtätigen Weihnachtsmann gibt. Und wo das alles noch hinführen soll.

Marion Görnig und Holger Teckenburg präsentieren einen vergnüglichen Adventskrimi aus der Krimiwerkstatt der VHS.

Kressmann Taylor: Empfänger unbekannt (22H-3204)

Mi. 09.11.2022 20:00 - 21:30 Uhr in Schalksmühle
Dozentin: Marion Görnig

Rezitationsabend

Am 9. November 1938 brannten die Synagogen in Deutschland. Das Fanal zu millionenfachem Mord, angeordnet von Staats wegen, legalisiert durch Anordnungen, übersehen von allen, die den Blick abwandten. Im selben Jahr erscheint in dem US-amerikanischen „Story magazine“ in mehreren Folgen ein kleiner Briefroman unter dem Titel „Address Unknown“. Katherine Kressmann Taylor, die Autorin, ist Werbetexterin von Beruf und Mutter von drei Kindern. Sie ist keine bekannte Schriftstellerin, und sie wird es auch nicht werden. Mehr hat sie nicht geschrieben als dieses eine literarische Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefroman zwischen einem amerikanischen Juden und einem Deutschen in den Monaten um die Machtergreifung 1933 zeichnet dieser Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft, die zerbricht, in rasender Geschwindigkeit, von Brief zu Brief und auf dem Höhepunkt eine so unerwartete Wendung nimmt, dass dem Lesenden der Atem stockt. „Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben worden“, schreibt Elke Heidereich in ihrem Nachwort.
Gelesen wird an diesem Abend die Bühnenversion des Textes, die unter dem Titel „Empfänger unbekannt“ erschien.