Programm >> Vorträge und Lesungen
Für diese Veranstaltungen ist keine Anmeldung erforderlich!
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LiteraturCafé Nr. 42 - Und immer wieder Weihnachten (20H-3203)

Sa. 14.11.2020 (14:00 - 18:00 Uhr) - So. 15.11.2020 in Halver
Dozentin: VHS-Geschichtenschmiede

Beim "Halveraner Winterzauber" in der Heesfelder Mühle

Zur-vollen-und-zur-halben-Stunde-Lesung im Café über dem Unverpackt-Laden

Und immer wieder ist Weihnachten. Zur vollen und zur halben Stunde lesen die Autorinnen und Autoren eine Weihnachtsgeschichte aus ihrem neuen Buch. Von zwei bis sechs freuen wir uns über alle Gäste, die den Halveraner Winterzauber an und in der Heesfelder Mühle besuchen und im Café über dem Unverpackt-Laden vorbeischauen auf Kaffee und Kuchen und eine zimtgewürzte, glühweinselige, schneebestäubte, bratenduftverbreitende, glockenklingende Weihnachtsgeschichte. In der der eine oder andere Weihnachtsmann dann auch schon einmal auf Abwegen in einer Bar in Manhattan landet.

Country Blues und Folk - "Ramblin' on My Mind" (20H-3301)

Do. 19.11.2020 19:00 - 21:15 Uhr in Halver
Dozent: Prof. Dr. Rüdiger Imhof

Rüdiger Imhof in Concert

Die Mär besagt, man müsse um Mitternacht an einer Wegekreuzung auf den Teufel oder einen seiner Abgesandten warten, um eine Seele zu verpfänden und dafür unerreicht Meisterschaft auf einem Musikinstrument erlagen. So etwas hat man mit Bezug auf Robert Johnson (1911-1938) gesagt, dem ungekrönten König des Country Blues oder Delta-Blues. Einer Form des akustischen Blues, wie sie vor allem zwischen 1920 und 1940 im Mississippi-Delta gespielt wurde. ‚Mississippi-Delta’ bezeichnet das urbar gemachte Sumpfgebiet mit Memphis im Norden, Vicksburg im Süden, dem Mississippi im Westen und dem Yazoo im Osten. Rüdiger Imhof hat sich mit Johnsons Musik auseinandergesetzt und vermag sie mit Bravour zu interpretieren. Ein einsamer Mann auf der Kante seines Bettes in einem schäbigen, kleinen Zimmer; von einem ‚Baby’ verlassen, beweint sein hoffnungsloses Befinden und hat nur das Herumziehen im Sinne – „ramblin’ on my mind“.
Rüdiger Imhof präsentiert außerdem Lieder aus Schottland, England, Irland und den USA. Dabei erläutert er die einzelnen Stücke und erklärt und demonstriert unterschiedliche Gitarrenstile wie Fingerstyle (oder Fingerpicking) und Slide- oder Bottleneck-Guitar. Das Konzert ist eine Benefiz-Veranstaltung. Anstelle eines Eintrittsgeldes besteht die Möglichkeit der Spende für das Kinderheim „Nadeshda“ in Weißrussland.

Plaudereien über Schriftsteller*innen und ihre Werke (20H-3404)

Sa. 03.10.2020 (14:30 - 16:00 Uhr) - Sa. 02.01.2021 in Überörtlich
Dozentin: Heidemarie Eberle-Ringel

LeseCafé
im „Haus der Bücher“ in Marienheide-Müllenbach

Ringsum Regale voller Bücher – Kinderbücher, Märchenbücher, Schulbücher, Literatur, Kunst und Sachbuch. Das LeseCafé im „Haus der Bücher“ ist der passende Ort für Gespräche über Bücher bei Kaffee und Kuchen. Jeweils ein Schriftsteller steht im Mittelpunkt der Veranstaltungen am 1. Samstag im Monat von 14:30 bis 16:00 Uhr:


3. Oktober 2020
Leonardo von Pisa, genannt Fibonacci, wurde vor ca. 850 Jahren geboren. Er war einer der größten europäischen Mathematiker des Mittelalters und Namensgeber der Fibonacci-Zahlen. Wir werden uns über diese Fibonacci-Zahlen unterhalten, über befreundete Zahlen und vollkommene Zahlen sowie über andere trickreiche Besonderheiten aus der Welt der Mathematik.

7. November 2020
Vor 100 Jahren, am 17.11.1920 wurde Ellis Kaut in Stuttgart geboren. Ellis Kaut wurde vor allem als Erfinderin von Pumuckl bekannt. Wir unterhalten uns über Ellis Kauts Kinderbücher, über unsere Erinnerungen an Pumuckl und Meister Eder und versuchen, etwas über die Autorin zu erfahren.

5. Dezember 2020
Im Dezember erinnern wir uns an die Schriftstellerin Helen Keller, die vor 140 Jahren geboren wurde. Als kleines Mädchen durch eine schwere Erkrankung blind und taub geworden, lernte sie mit Hilfe ihrer Lehrerin Anne Sullivan sich mittels Fingeralphabet zu verständigen. Dies war der Beginn eines Weges, der Helen Keller bis zum College führte und später auf Vortragsreisen um die Welt.

2. Januar 2021
Im Januar nehmen wir den 35. Todestag von Ida Rhodes, einer ukrainisch-amerikanischen Mathematikerin zum Anlass, um uns auf die Suche nach Spuren zu machen, die die Biografien mathematisch begabter Frauen in der Literatur hinterlassen haben.

Literaturfreunde sind herzlich willkommen zu einem oder mehreren oder allen Terminen, je nach Interesse. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Kommen Sie einfach vorbei!

Erhabenes Sprechen - Friedrich Hölderlin zum 250. Geburtstag (20H-3405)

Mi. 07.10.2020 19:30 - 21:00 Uhr in Kierspe
Dozent: Dr. Nikolaus Schneider

Der Dichter Friedrich Hölderlin (1770–1843) stand schon zu Lebzeiten und steht noch heute im Schatten der Klassiker Goethe und Schiller. Dabei verfügte er über eine besonders originelle Sprachkraft und hatte wie kaum ein Zeitgenosse die Fähigkeit, antike griechische Mythologie und Verskunst wieder zu beleben. Sein Lebenslauf kann als tragisch bezeichnet werden: die heimliche Liebe zu Susette Gontard, deren Kinder er als Hauslehrer unterrichtete, stürzte ihn in eine tiefe Krise. Seit 1807 konnte er, gezeichnet von einer schweren psychischen Erkrankung, kein eigenständiges Leben mehr führen und wohnte in Obhut des Tübinger Schreiners Zimmer in einem Turm am Neckar – 36 Jahre lang.
Der Vortrag aus Anlass des 250. Geburtstags beschäftigt sich insbesondere mit Hölderlins origineller Sprachkunst. Sein erhabenes Sprechen ist für uns heute nicht leicht nachzuvollziehen, kann uns aber, wenn wir uns darauf einlassen, stark anrühren und ergreifen.

Leben und Werk des Malers Issachar Ber Ryback (20H-3702)

Fr. 25.09.2020 19:30 - 21:00 Uhr in Meinerzhagen
Dozentin: Dr. Sigalit Meidler-Waks

Vortrag und Buchpräsentation mit der Autorin Sigalit Meidler-Waks
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen

Das Werk des russisch-jüdischen Malers Issachar Ber Ryback (1897–1935) war geprägt durch die jüdische Renaissance in Russland. Sein Frühwerk entstand im Kontext der »Kultur-Lige«, einem säkularen jüdischen Kulturbund in Kiew, dessen Künstler den Versuch unternahmen, eine nationale jüdische Kunst zu schaffen, indem sie Motive alter jüdischer Volkskunst mit modernen Strömungen wie dem Kubismus und dem Futurismus zu verbinden suchten. Von 1921 bis 1924 weilte Ryback in Berlin, wo er seine erste Einzelausstellung hatte und sich u.a. an Ausstellungen der »Novembergruppe«, einer vom 3. Dezember 1918 bis 1933 in Berlin bestehenden Künstlervereinigung, beteiligte. Während seines anschließenden einjährigen Aufenthaltes in der Sowjetunion ließ er den Kubismus hinter sich und entwickelte eine naturalistischere Darstellungsweise. Auch wenn neue Motive im Stil eines romantischen Realismus sein Oeuvre in Paris erweiterten, hielt er bis zu seinem Lebensende an der Darstellung jüdischen Lebens fest.

Sigalit Meidler-Waks leitete von 2009 bis 2014 die Jüdische Volkshochschule Berlin und ist als freie Kuratorin tätig. Sie studierte Kunstgeschichte und Judaistik. Bei Hentrich & Hentrich ist ihre Werkbiographie Ber Rybacks erschienen.



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