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Literaturkreis

William Shakespeare (auch Saxper, Shakspere, Shakesper, Shakspeare: Man hielt es damals – und hält es auch heute wieder – nicht so genau mit der Rechtschreibung) wurde 1564 am 22. oder 23. April geboren. Das exakte Geburtsdatum ist nicht auszumachen. Gern wird der 23. angenommen, weil Shakespeare dann konvenienterweise am gleichen Monatstag geboren worden wäre, an dem er 1616 starb. Als er 18 Jahre alt war, ehelichte ihn die acht Jahre ältere und schwangere Anne Hathaway. Böse Zungen sprechen von einer ‘Shotgun Wedding’, d.h. einer Hochzeit, die zustande kam, indem man dem beabsichtigten zukünftigen Ehemann eine Schrotflinte unter die Nase hielt. Ende der achtziger Jahre begab Shakespeare sich nach London. Vermutlich schloss er sich einer fahrenden Theatertruppe an, die in Stratford-upon-Avon gastiert hatte. Bereits nach wenigen Jahren trat er als Schauspieler, Lyriker und Stückeschreiber hervor – sehr zum Leidwesen der sog. „university wits“, mit welcher Bezeichnung Literaten (vielfach ebenfalls Stückeschreiber) gemeint waren, die eine Universität besucht hatten und nicht verwinden konnten, dass jemand, der über „ein bisschen Latein und noch weniger Griechisch“ (Ben Jonson) verfügte, solche exzellenten Werke zustande gebracht haben sollte. Bis heute gilt Shakespeare für viele als bester Dramatiker der Weltliteratur.
Auf dem Höhepunkt seines Schaffens, in der ersten Dekade des 17. Jahrhunderts, schrieb er die Tragödien Hamlet (1602), Othello (1604) und Macbeth (1606), die Gegenstand der Auseinandersetzung sein sollen. Warum benötigt Hamlet fünf Akte, um den Racheauftrag auszuführen, den ihm der Geist seines ermordeten Vaters erteilt? Ist seine Gemütsverfassung dafür verantwortlich? Denkt er zu viel über die Dinge nach und wird dabei vom Tun abgehalten? Oder ist der Racheauftrag nicht zu bewerkstelligen? Warum fällt Othello seiner Eifersucht, dem „grünäugigen Monster“, anheim? Weil er ein aufgeblasener Egomane ist? Was motiviert Iago zu seiner intriganten Übeltat? Handelt Macbeth, indem er seinen König ermordet, aus übertriebenem Ehrgeiz in einer Welt, in der das Böse regiert?
Dies sind nur einige Fragen, auf die im Kurs Antworten gegeben werden sollen. Zudem wollen wir einen Blick darauf werfen, wie die Stücke gemacht sind, also auf die kompositorische Struktur der Dramen. Und zu guter Letzt wird versucht, die Situation im Theater der damaligen Zeit zu vergegenwärtigen.
Als Textgrundlage kommt jede deutschsprachige Übersetzung der drei Dramen in Betracht. Besonders zu empfehlen sind die Schlegel/Tieck-Übertragungen sowie die zweisprachigen Reclam-Ausgaben. Die Teilnehmer/innen am Kurs sollten sich zur ersten Sitzung mit Hamlet vertraut gemacht haben.


Gebühr

53,40 € €


Zeitraum

Di. 25.02.2020 - Di. 02.06.2020, 17:30 - 19:00 Uhr


Kursort


Dozent/in

Datum Zeit Ort
25.02.2020 17:30 - 19:00 Uhr Halver, Bürgerzentrum im Lern- u. Begegungszentrum, Mühlenstr. 2
03.03.2020 17:30 - 19:00 Uhr Halver, Bürgerzentrum im Lern- u. Begegungszentrum, Mühlenstr. 2
10.03.2020 17:30 - 19:00 Uhr Halver, Bürgerzentrum im Lern- u. Begegungszentrum, Mühlenstr. 2
17.03.2020 17:30 - 19:00 Uhr Halver, Bürgerzentrum im Lern- u. Begegungszentrum, Mühlenstr. 2
24.03.2020 17:30 - 19:00 Uhr Halver, Bürgerzentrum im Lern- u. Begegungszentrum, Mühlenstr. 2
31.03.2020 17:30 - 19:00 Uhr Halver, Bürgerzentrum im Lern- u. Begegungszentrum, Mühlenstr. 2
21.04.2020 17:30 - 19:00 Uhr Halver, Bürgerzentrum im Lern- u. Begegungszentrum, Mühlenstr. 2
28.04.2020 17:30 - 19:00 Uhr Halver, Bürgerzentrum im Lern- u. Begegungszentrum, Mühlenstr. 2
05.05.2020 17:30 - 19:00 Uhr Halver, Bürgerzentrum im Lern- u. Begegungszentrum, Mühlenstr. 2
12.05.2020 17:30 - 19:00 Uhr Halver, Bürgerzentrum im Lern- u. Begegungszentrum, Mühlenstr. 2
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